Live aus der Wiener Staatsoper: Simon Stone transportiert “Wozzeck” ins Wien der Gegenwart

Christian Gerhaher in Simon Stones Inszenierung von Wozzeck an der Wiener Staatsoper
Foto: Bei Regisseur Simon Stone landet Wozzeck (Christian Gerhaher) im Wiener Arbeiterbezirk Simmering © Michael Pöhn

Die Wiener Staatsoper zeigt am Donnerstag, 31. März 2022, 20:00 Uhr, “Wozzeck” von Alban Berg im Livestream. Verantwortlich für die Neuproduktion: Simon Stone, der möglicherweise noch das ganze Jahrzehnt auf den Opernbühnen prägen wird. 

Oper im Livestream. Sicherlich nicht jedermanns Sache. Highlight der nächsten Tage ist aber die Neuproduktion, mit der die Wiener Staatsoper aufhorchen lässt: Für Alban Bergs “Wozzeck” hat Staatsoperndirektor Bogdan Roščić wieder den Shootingstar der Regie-Szene nach Wien geholt – innerhalb kurzer Zeit bereits zum zweiten Mal. (mehr …)

Ankündigung der Verbier Festival Academy 2022

Academy des Verbier Festivals
Foto: Academy des Verbier Festivals © Nicolas Brodard

Die Verbier Festival Academy ist ein Laboratorium, in dem Talente der Zukunft entdeckt und gefördert werden. Die Academy blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die Academy bringt seit 29 Jahren Musiklegenden mit den besten Talenten einer neuen Generation – der Generation Verbier – zusammen.

Den Musikern der Academy wird jeden Sommer eine Fülle von Möglichkeiten geboten, die in einzigartiger Weise in das Festival integriert sind. Musikerinnen und Musikern der Akademie haben jeden Sommer eine Fülle von Möglichkeiten, um das notwendige Rüstzeug zu erlangen, die für eine Karriere im 21. Jahrhundert erforderlich sind. Dazu gehören Meisterkurse, die von den besten Künstlern der Welt geführt werden. (mehr …)

Andreas Ottensamer: „Wenn man so auch junges Publikum anspricht, dann ist das der beste Weg.”

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Foto: Andreas Ottensamer © Stefan Höderath

Er zählt zur neuen Generation. Einer Zunft von Musikern, die mit der Zeit gehen. Neben anderen jungen Kollegen, zeigt sich Andreas Ottensamer auch oft von der „coolen” Seite: modisch, sportlich, mit gestähltem Sixpack. Via Social Media genehmigt der Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker viele Einblicke. Warum sich das nicht unbedingt mit dem Klischee des eher verstaubten Klassikbetriebs schneidet, erzählt er im Exklusiv-Interview.

von Jürgen Pathy / Klassikpunk

Andreas Ottensamer setzt den Termin für das Gespräch um 11:00 Uhr vormittags an. Einer Uhrzeit, um die so manch anderer Musiker vermutlich noch im Tiefschlaf verweilt. „Ich habe es gerade noch so geschafft”, entgegnet er schlagfertig, ob des Klischees, das ich natürlich gerne einwerfe, um die Stimmung zu lockern. Der 31-Jährige Feschak, der aus einer bekannten Musikerfamilie stammt, wirkt überrascht, als ihn mein Skype-Anruf ereilt. Wo er gerade weilt, erfahre ich nicht. Nur, dass er im Moment keine Möglichkeit habe, das Interview via Onlinetools wie Zoom oder Skype zu führen. Kein Problem. Papier und Stift liegen bereit. (mehr …)

Gluck Festspiele 2022 setzen auf außergewöhnliche Stimmen

Samuel Marino und Michael Hofstetter bei den Gluck Festspielen 2021
Foto: Samuel Marino und Michael Hofstetter bei den Gluck Festspielen im letzten Jahr © Khrystyna Jalowa

Gluck Festspiele 2022,
Online-Pressekonferenz, 8. März 2022

Die ersten „großen” Gluck Festspiele unter der neuen Leitung finden von 29. April bis 22. Mai 2022 statt. Nach einer etwas abgespeckten Version im letzten Jahr, setzt Intendant Michael Hofstetter dabei auf zwei Neuproduktionen („Alceste”, „Orpheus und Eurydike”) und außergewöhnliche Stimmen.

von Jürgen Pathy

Jeder kennt Bayreuth. Vor allem des Festspielhauses wegen, das oben auf dem berühmten Grünen Hügel thront. Jeden Sommer verschlägt es eine eingeschworene Gemeinde dorthin, um Richard Wagners Opern zu huldigen. Dabei liegt in der oberfränkischen Stadt noch ein weiteres Juwel verborgen: Das Markgräfliche Opernhaus, das seit 2012 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Bei allen, denen es bislang kein Begriff war, sollte es ganz oben auf der Reiseliste stehen. Das hat mehrere Gründe. (mehr …)

Marek Janowski verabschiedet sich 2022/23 mit einem konzertanten Ring

Marek Janowski
Foto: Ein konzertanter "Ring" ist für Marek Janowski noch ein großes Anliegen © Felix Broede

Im Herbst 2022 wird Marek Janowski seine letzte Saison als Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Dresdner Philharmonie beginnen. Dafür hat er sich nochmals ein Großprojekt vorgenommen: Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ in konzertanter Form. (mehr …)

Nach etwas Anlauf rollt auch die transsibirische Eisenbahn

Denis Matsuev
Foto: Denis Matsuev © Eugene Evtukhov

Wiener Konzerthaus, 18. Februar 2022

Wiener Philharmoniker
Denis Matsuev, Klavier
Franz Welser-Möst, Dirigent

von Jürgen Pathy

Das Leben als Musiker ist nicht immer einfach – schon gar nicht als Solist. Selbst dann nicht, wenn Hochkaräter wie die Wiener Philharmoniker am Podium die „Begleitmusik“ spielen. Auch wenn die Wiener Philharmoniker für viele das weltbeste Orchester sind, Selbstläufer gibt es keine. Schon gar nicht, wenn nicht alles nach Plan verläuft. Das musste Denis Matsuev, am Klavier ohne Zweifel einer der Größten seiner Generation, Freitagabend im Großen Saal des Wiener Konzerthauses zur Kenntnis nehmen. Woran es allerdings gelegen hat, lässt mehrere Thesen zu.

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