Salzburger Festspiele: Das neue Jedermann-Traumpaar für 2023 steht fest

Michael Maertens
Foto: Michael Maertens © Nils Schwarz

Seit heute ist es offiziell: Burgschauspieler Michael Maertens ist der neue Jedermann bei den Salzburger Festspielen 2023. Die Oberösterreicherin Valerie Pachner spielt nicht nur die Buhlschaft, sondern gleich auch den Tod am Salzburger Domplatz.

Überraschung war das lange keine mehr: Bereits im Sommer fiel bei der Besetzung des Hofmannsthal-Klassikers der Name Michael Maertens. Vor wenigen Tagen dann ließ eine österreichische Tageszeitung die Katze aus dem Sack und verriet, dass Valerie Pachner bei den Salzburger Festspielen als Buhlschaft zu sehen sein wird. Bettina Hering, die scheidende Schauspielchefin der Salzburger Festspiele, zeigte sich darüber wenig erfreut. Sie fand es „unfair”, dass man diese Bombe vorzeitig platzen ließ. (mehr …)

Rohkost im Mozart Saal: Das Quatuor Mosaïques liefert Darmsaiten-Zerbrechlichkeit

Quatuor Mosaïques
Foto: Quatuor Mosaïques © Lukas Beck

Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal, 11, November 2022
Quatuor Mosaïques
   Erich HöbarthVioline
   Andrea BischofVioline
   Anita MittererViola
   Christophe CoinVioloncello

von Jürgen Pathy

Die Veganer würden es Raw Food nennen – Rohkost. Genau das ist es, was die Musiker des Quatuor Mosaïques im Mozart-Saal präsentieren. 1985 von den Stimmführern des Concentus Musicus Wien gegründet, musiziert das Streichquartett auf historischen Instrumenten. Im Klartext heißt das: Darmsaiten bzw Kunststoffsaiten statt Stahlsaiten. Das hört man. (mehr …)

Der 76. Concours de Genève hat einen Sieger

Pianist Kevin Chen
Foto: Kevin Chen © Anne-Laure Lechat

Der junge Kanadier Kevin Chen, 17, gewinnt den mit 20.000 CHF dotierten Klavierwettbewerb beim 76. Concours de Genève. 

Am Ende des Klavier Finales des 76. Concours de Genève, das gestern Abend in der Victoria Hall in Genf stattfand, ging der Erste Preis an Kevin Chen (17, Kanada). Sergey Belyavsky (28 Jahre, Russland) gewann den Zweiten Preis. Der Dritte Preis ging an Kaoruko Igarashi (27 Jahre, Japan) und Zijian Wei (23 Jahre, China) ex aequo. (mehr …)

Bis die Polizei kommt: Simon Stones umstrittene “La Traviata” spaltet die Gemüter

Kristina Mkhitaryan und Amartuvshin Enkhbat in "La Traviata" an der Wiener Staatsoper
Foto: Kristina Mkhitaryan und Amartuvshin Enkhbat in "La Traviata" an der Wiener Staatsoper © Michael Pöhn

Wiener Staatsoper, 29. Oktober 2022
La Traviata, Giuseppe Verdi, Francesco Maria Piave

von Jürgen Pathy 

Etwas mehr Schmutz – den hätte es musikalisch zeitweise durchaus vertragen. An der Wiener Staatsoper leitet Thomas Guggeis, 29, gerade die aktuelle Serie von “La Traviata”, der meistgespielten Oper von Giuseppe Verdi. Höhepunkte setzt der blutjunge Dirigent erst zum Ende. Zuvor führt er zwar ein feines, beinahe schon edles Dirigat, schlüpft aber viel zu sauber in die Partitur, die durchaus mehr Derbheit vertragen könnte. Vielleicht aber auch nur, um das Regiekonzept zu unterstützen. (mehr …)