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Klassikpunk VonKlassikpunk

Stefan Mickisch ist tot

Foto: Stefan Mickisch am Klavier in seiner Villa in Schwandorf © Reinhold Willfurth

Stefan Mickisch ist tot. Wie zu lesen ist, ist der Pianist und bekannte Wagner-Spezialist gestern “plötzlich” in Schwandorf verstorben. Mickisch wurde gerade mal 58 Jahre alt. Eine Nachricht, die die Wagner-Gemeinde weltweit schwer getroffen hat – das lassen die vielen Nachrichten und Postings auf den Social-Media-Kanälen erahnen. Woran Mickisch verstorben ist, wurde noch nicht veröffentlicht.

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Weltklasse-Bariton Tomasz Konieczny: Ich rechne fest damit, dass die Menschen zum Baltic Opera Festival kommen

Foto: Opera Leśna Sopot (“Waldoper) in Sopot, wo das Baltic Opera Festival diesen Sommer stattfinden wird © Taiyo Europe

Obwohl er eigentlich Regisseur werden wollte, landete er bei der Musik – quasi zufällig, wie er sagt. Der polnische Bassbariton Tomasz Konieczny singt an allen bedeutenden Opernhäusern dieser Welt. Zumindest, wenn es die Corona-Auflagen erlauben, wie in Spanien. Ab 13. Februar singt Konieczny am Teatro Real Madrid. Nicht irgendeine Partie, sondern seine “Lebensaufgabe”, wie er sie nennt: den Wotan (sprich Wanderer) im “Siegfried”. Darüber und über das Baltic Opera Festival in Polen, dem er in diesem Sommer als künstlerischer Leiter vorstehen wird, sprach Tomasz Konieczny mit klassik-begeistert.

Interview: Jürgen Pathy (Klassikpunk)

Klassik-begeistert: Grüß Sie, Herr Konieczny. Sie proben gerade im Teatro Real Madrid den “Siegfried”, den dritten Teil des “Rings des Nibelungen” von Richard Wagner. Was sind die ersten Worte, die Ihnen dazu einfallen?

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Programm-Präsentation des Gstaad Menuhin Festival 2021

Foto: Juan Diego Flórez, der beim 65. Gstaad Menuhin Festival berühmte Arien singen wird  © Manfred Baumann

Star-Aufmarsch beim 65. Gstaad Menuhin Festival. Christoph Müller, der künstlerische Leiter des Festivals, präsentiert arrivierte Namen, Newcomer, sowie seinen persönlichen Geheimtipp.

von Jürgen Pathy / Klassikpunk

Der Krise kann man auch was Positives abgewinnen. Davon ist Christoph Müller überzeugt. Der künstlerische Leiter des Gstaad Menuhin Festivals, dem er seit über 20 Jahren verbunden ist, betont: „Jetzt erst wird den Menschen bewusst, wie selbstverständlich es gewesen ist, dass es Konzerte gibt!” Denn zurzeit ist nichts, wie wir es gewohnt sind.

Letzte Saison musste das Gstaad Menuhin Festival abgesagt werden. Die Präsentation des diesjährigen Programms findet digital statt, per Videobotschaft. Die Ursache ist bekannt: Corona. „Umso mehr freuen wir uns, im Sommer 2021 wieder Live-Konzerte erleben zu können”, verkündet Müller voller Optimismus. Beim 65. Gstaad Menuhin Festival, das vom 16. Juli – 4. September stattfindet, locken wieder große Namen: Von Valery Gergiev über Juan Diego Flórez bis hin zu Jazz-Altmeister Chick Corea, der in den Schweizer Bergen seinen 80. Geburtstag feiert.

Sicherheit und Gesundheit haben oberste Priorität

Die Gesundheit hat Vorrang. Die Kirchen, in denen viele der insgesamt rund 45 Konzerte stattfinden, werden im Sommer 2021 maximal zu 50 Prozent belegt. Pausen: Fehlanzeige. Um die Publikumsbewegungen zu minimieren, begründet Christoph Müller die Restriktionen. Einzelne Konzerte, die in den Kirchen stattfinden, werden doppelt gespielt. Vermutlich, um einer größeren Anzahl von Besuchern Zutritt zu gewähren.

Kirche Saanen

Foto: Die Kirche Saanen, die umgeben ist vom bezaubernden Ambiente der Schweizer Berge © Raphael Faux

Fünf Konzerte mit größeren Ensembles werden von Beginn an ins Festival-Zelt in Gstaad verlegt, wo die Kapazität auf 700 Personen beschränkt wird. Zumindest bei diesen Konzerten. Die Sinfonie-Konzerte, die ebenfalls im Festival-Zelt stattfinden, dürfen hingegen vor bis zu 1200 Personen gespielt werden (gegenüber 1800 in normalen Zeiten). Um die notwendigen Abstände zwischen den Besuchergruppen zu wahren, wird es blockierte Plätze geben. In Summe ein Sicherheitskonzept, das sich auch andernorts bewährt hat.

Ein Sommer als Hommage an London

Der Schwerpunkt des 65. Gstaad Menuhin Festival liegt auf London. Zu Ehren von Lord Yehudi Menuhin, der das Festival 1957 aus dem Boden gestampft hat. In London ließ sich Menuhin mit seiner zweiten Ehefrau nieder.

Die Bandbreite des Festivals 2021 reicht von Purcell bis zu den Beatles und zur Uraufführung einer Auftragskomposition. Dafür versammeln sich unter anderen Anne Sofie von Otter, Thomas Hampson, Hélène Grimaud, Julia Fischer und Valery Gergiev. Zudem gibt es, ganz im Geiste Menuhins, ein Academy-Angebot, Entdecker-Programme für Familien und das ganzjährige „Gstaad Digital Festival“.

Valery Gergiev

Foto: Valery Gergiev und das Mariinsky Orchester spielen Prokofjew, Mendelssohn und Sibelius © Marco Borggreve

Fast schon zu den Stammgästen zählen Sol Gabetta, Patricia Kopatschinskaya und Jaap van Zweden, der das Gstaad Festival Orchestra leiten wird. Außerdem beehrt eine ganz Große wieder die Bühne. Maria João Pires, die spanische Pianistin, die ihre Konzertlaufbahn offiziell eigentlich schon beendet hatte, spielt Beethoven und Chopin. Weiters zu erwähnen: Khatia Buniatishvili, Alice Sara Ott, Bertrand Chamayou und Daniel Hope, der 3 Kammermusikkonzerte (u.a Elgar, Britten) spielen wird.

Ergänzt wird das Programm durch eine Opernproduktion. Zwar nur halbszensich, aber immerhin. Für Bellini’s „I puritani” am 28. August stehen große Namen bereit: Lisette Oropesa, die Anfang der Saison ihr umjubeltes Debüt in der Wiener Staatsoper feierte. Javier Camarena, der die hohen C’s nur so mit einer Leichtigkeit hinausschleudert. Und Erwin Schrott, den man vermutlich niemandem mehr vorstellen muss.

Die Geheimtipps

Neben den vielen arrivierten Namen erwähnt Christoph Müller noch seine „Geheimtipps”. Darunter das Belcea Quartet, das vielen bereits bekannt sein dürfte, und englische A-cappella-Chöre. Seine heißeste Aktie, schwärmt Christoph Müller, sei jedoch die junge Pianistin Marie-Ange Nguci. Die gebürtige Albanerin, die am Pariser Konservatorium studiert hat, habe ihn sofort in ihren Bann gezogen. „Die Sanftheit ihres Anschlags hat mich derart überzeugt, dass ich davon ausgehe, sie wird mal eine ganz große Pianistin”, gibt sich Müller sicher.

Foto: Marie Ange Nguci, die laut Christoph Müller das Zeug hat, um eine der Großen zu werden © Caroline Doutre

Das komplette Progamm gibt es auf der hompegae des Gstaad Menuhin Festivals.

Jürgen Pathy / Klassikpunk, 04. Februar 2021, für klassik-begeistert.de und klassik-begeistert.at

Pathys Stehplatz (1) – Ein Brief an Mozart: „Da hättest schön geschaut!“

 

 

 

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Ivry Gitlis im Alter von 98 Jahren verstorben

Ivry Gitlis und_seine_Stradivari "Sancy"

Foto: Ivry Gitlis und seine Stradivarius “Sancy” 1713 © Kira Vygrivach

Ivry Gitlis ist tot. Der israelische Geiger ist gestern im Alter von 98 Jahren in Paris verstorben. Mit Gitlis, der 1922 in Haifa geboren wurde, geht nicht nur einer der größten seiner Zunft verloren, sondern eine ganze Ära zu Ende.

Einige Eckdaten, eines außergewöhnlichen Lebens: Mit fünf bekommt der kleine Isaac, so wurde er genannt, seine erste Violine. Studiert bei Mira Ben-Ami und lernt Bronislaw Hubermann kennen, der an den kleinen Isaac glaubt, und ihm einen Studienplatz in Paris ermöglicht. 1933 reist er mit seiner Mutter dorthin. Er nimmt Unterricht bei Marcel Chailley, Jaques Thibaud und George Enescu, und er ändert seinen Namen von Isaac in Ivry. weiterlesen

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Mahlers Fassung von Beethovens Meisterwerk ON AIR

Beethovens Neunte in der Fassung Gustav Mahlers

Foto: Beethovens Neunte in der Fassung Gustav Mahlers im Live-Stream bei ON AIR

Ein ganz besonderer Abschluss des Beethoven-Jahres. Um den Jubilar zu würdigen, der dieses Jahr seinen 250. Geburtstag gefeiert hätte, zeigt die Streaming Plattform ON AIR Beethovens Neunte. Und zwar im Arrangement Gustav Mahlers. Gespielt und LIVE gestreamt wird diese Aufführung zwischen dem 18. und 20. Dezember, jeweils ab 20:00 Uhr, bei ON AIR.

Für den österreichischen Dirigenten Johannes Vogel, der das Konzert leiten wird, ist diese Neu-Orchestrierung ein außergewöhnliches Zeugnis. Es zeugt vom Aufeinandertreffen zweier Genies, die die Klassik-Welt enorm beeinflusst und Grenzen überschritten haben: „Das Werk handelt von Mut, von einer Vision, von Hoffnung.” weiterlesen

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Volksoper Wien bekommt ab 2022 neuen Musikdirektor

Omer Meir Wellber an der Semperoper Dresden

Foto: Omer Meir Wellber an der Semperoper Dresden © Jens Gerber

Israelischer Dirigent wird 2022 Musikdirektor der Volksoper Wien​. Das hat die Volksoper heute in einer Presseaussendung bekannt gegeben. Der Name des Senkrechtstarters: Omer Meir Wellber.

Bereits im Oktober hatte die designierte Volksoperndirektorin Lotte de Beer angekündigt, sie wolle einen Musikdirektor an ihrer Seite haben. Die Wahl fiel nun auf Omer Meir Wellber, wie die Volksoper per Aussendung verkündete. Der 39-jährige Dirigent aus Israel wird so wie de Beer sein Amt am 1. September 2022 antreten. weiterlesen

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„A Winter’s Journey”: Mathias Rüegg und Lia Pale LIVE aus dem MuTh

mathias rüegg & Lia Pale

Foto: mathias rüegg & Lia Pale © Moritz Schell

LIVE-Stream: „A Winter’s Journey”
Jazzige Neudeutung von Franz Schuberts „Die Winterreise” Teil 2 /mathias rüegg & Lia Pale in the MuTh

Der Winter naht! Und damit auch die vielen Aufnahmen der Winterreise. Wer die Geschichte des jungen Wanderers, der von der Liebe enttäuscht, ziellos durch die Winter-Landschaft irrt, jedoch in neuem Gewand erleben möchte, dem sei Mathias Rüeggs Interpretation ans Herz gelegt. Der gebürtige Schweizer, der seit Jahren in Wien lebt, hat Schuberts Vertonung der Wilhelm Müller Texte neu verpackt. In Jazz. Das ist Rüeggs Metier. weiterlesen