Salzburger Festspiele: Umbesetzung bei der Aida

Eve-Maud Hubeaux
Foto: Eve-Maud Hubeaux © Marc Barral Baron

Salzburger Festspiele: Eve-Maud Hubeaux übernimmt die Partie der Amneris von Anita Rachvelishvili

Die Salzburger Festspiele und Anita Rachvelishvili bedauern, dass die Künstlerin die Partie der Amneris in der diesjährigen Neueinstudierung von Giuseppe Verdis Aida aus persönlichen Gründen zurücklegen muss. Kurzfristig konnte Eve-Maud Hubeaux gewonnen werden, diese Rolle nicht nur in der Premiere am 12. August 2022, sondern in allen Vorstellungen bis 30. August zu singen.  (mehr …)

Tristan und Isolde in Bayreuth: Weltflucht-Epos im Sog der Bilder

Tristan und Isolde bei den Bayreuther Festspielen 2022
Foto: Catherine Foster und Stephen Gould im Bayreuther Tristan © Enrico Nawrath

Die Bayreuther Festspiele eröffneten mit einer umjubelten Neuinszenierung von „Tristan und Isolde“ durch Roland Schwab / Bitte mehr Textverständlichkeit.

Bayreuther Festspiele, 25. Juli 2022
Tristan und Isolde, Richard Wagner

Von Barbara Angerer-Winterstetter

Ironie des Schicksals: Noch 1857 plante Richard Wagner seinen „Tristan“ in „geringen, die Aufführung erleichternden Dimensionen“. Nur wenige Jahre später galt das Werk schon als unaufführbar: Nach der Zurückweisung der Wiener Hofoper 1863 musste Ludwig II. ein Machtwort sprechen, um den „Tristan“ in München aus der Taufe zu heben. 2022 wird nun ausgerechnet dieses hoch anspruchsvolle Werk der neue Bayreuther „Joker“: Kurzfristig als zusätzliche Neuproduktion zum „Ring“ auf den Spielplan genommen, soll es im Corona-Fall die Choropern „Lohengrin“, „Tannhäuser“ und „Holländer“ ersetzen. (mehr …)

Die neuen Kleider der Buhlschaft im Jedermann 2022

Kleider der Buhlschaft im Jedermann 2022
Foto: Die Kostüme der diesjährigen Jedermann-Inszenierung © SF / Matthias Horn

Bei den Salzburger Festspielen 2022 verkörpert Verena Altenberger bereits in ihrer zweiten Saison die Buhlschaft. Die Kleider der so kleinen, aber wichtigen Rolle sind seit jeher ein großes Thema.

Im Mittelpunkt der Kostüm-Vorstellung zur Jedermann-Inszenierung steht das Buhlschaftskleid, genauer gesagt dessen Rottöne“, erklärt Bettina Hering, Leiterin Schauspiel zu Beginn der Präsentation. Das Interesse an den Kleidern der Buhlschaft sei traditionell besonders groß, das gelte auch für die diesjährige Wiederaufnahme mit Verena Altenberger. Im sechsten Jahr zeichnet seit 2017 Renate Martin für die Jedermann-Kostüme verantwortlich, von ihr möchte Bettina Hering wissen, wie sich die Buhlschaft in Bezug auf Kleidung und Optik im zweiten Jahr weiterentwickelt habe. (mehr …)

Zeuge der Bartoli-Mania: Fürst Albert II. von Monaco besucht die Wiener Staatsoper

Cecilia Bartoli an der Wiener Staatsoper 2022
Foto: Cecilia Bartoli © Michael Pöhn / Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper, 3. Juli 2022
Il turco in Italia, Gioachino Rossini

In Wien hat sie eingeschlagen wie eine Bombe. Wer letzten Dienstag bei Cecilia Bartolis Hausdebüt dabei sein durfte, konnte kaum glauben, was sich da im Anschluss für Szenen abgespielt haben. Zwei, was heißt, drei Zugaben hatte sie bereits aufs Parkett gezaubert. Da waren noch immer geschätzte zwei Drittel des Publikums zur Stelle. Rund 30 Minuten nach Ende der halbszenischen Aufführung, die natürlich restlos ausverkauft gewesen war. (mehr …)

Zauberflöte an der Wiener Staatsoper: Im Gegensatz zu Tamino beherrschen die Wiener ihr Metier

Georg Nigl als Papageno an der Wiener Staatsoper 2022
Foto: Georg Nigl als Papageno © Michael Pöhn

Wiener Staatsoper, 25. Juni 2022
Die Zauberflöte, Wolfgang Amadeus Mozart

Eine Zauberflöte geht immer. Selbst dann, wenn Prinz Tamino etwas Anlauf benötigt. Sarastro, der vermeintlich böse Priester, etwas zu dominant und herrisch agiert. Und im Publikum der Wiener Staatsoper eine Dame beinahe dem Hustentod erliegt, als wolle sie mit der Kameliendame aus der „Traviata” in Konkurrenz treten. Das hat vor allem einen Grund: Georg Nigl, der als Papageno ebenso überzeugend in Erscheinung tritt, wie vor rund zwei Wochen schon in Monteverdis „L’Orfeo“. (mehr …)

Salzburger Festspiele sanieren die Festspielhäuser

Salzburger Festspiele © SF/Kolarik
Salzburger Festspiele © SF/Kolarik

Salzburger Festspiele erweitern ihre Häuser um 335 Millionen Euro. Als Sieger des Generalplaner-Wettbewerbs hat eine internationale Jury das Projekt des Wiener Architekturbüros Jabornegg & Pálffy prämiert.

Investieren lautet die Devise in Salzburg. Während man an manchen Orten noch immer die Wunden der Coronakrise leckt, zeigt man sich bei den Salzburger Festspielen optimistisch. Aufwendige Sanierungsarbeiten stehen vor der Tür. Von einem Jahrhundertprojekt ist gar die Rede. (mehr …)