Andreas Schager als Lohengrin: deutlich hörbare Ausrutscher bei der Intonation, die Stimme wirkt teilweise beklemmt | klassik-begeistert.de

Andreas Schager als Lohengrim
Foto: Andreas Schager als Lohengrin © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper, 7. November 2018
Richard Wagner, Lohengrin

von Jürgen Pathy

Wohin das Auge auch blickt, scheint es seit geraumer Zeit beinahe keine sehenswerte Wagner-Produktion zu geben, die ohne den gefeierten Heldentenor Andreas Schager standesgemäß über die Bühnen laufen könnte. Schager, 47, führt das Leben eines gefragten Opernsängers, ein Leben zwischen der Kunst, der Familie, dem Stress und dem süßen Ruhm – und auf den Schnellstraßen und Autobahnen Europas.

Denn der bodenständige Österreicher fliegt nicht im luxuriösen Privatjet durch die Welt, sondern pendelt zwischen Bayreuth und Wien mit dem Auto hin und her – höchstpersönlich hinter dem Steuer. So geschehen im Sommer, als er neben seinen Proben auf dem Grünen Hügel auch in Wien als Max im „Freischütz“ zu bestaunen war. (mehr …)

Andreas Schagers Rollendebüt als „Lohengrin”: Schwanenritter meets Schwabenritter

Wiener Staatsoper, 23. Oktober 2018 Richard Wagner, Lohengrin Von Jürgen Pathy (Klassikpunk) Andreas Schager, 47, gilt zurzeit als die höchst gehandelte Aktie im Wagner-Fach. Egal ob als Rienzi, Tristan, Parsifal oder in seiner Paraderolle als kühner Siegfried – dem sympathischen Österreicher liegen Opernfans und Kritiker gleichermaßen zu Füßen. Fans himmeln ihn an, einschlägige Gazetten schwelgen in Superlativen. Im deutschen Heldenfach reicht dem gebürtigen Rohrbacher zurzeit keiner so schnell das…

Wiener Staatsoper: Fulminante Ariadne, beeindruckender Komponist, glanzloser Bacchus | klassik-begeistert.de

Ariadne auf Naxos an der Wiener Staatsoper
Foto: Ariadne auf Naxos © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper, 10. September 2018
Richard Strauss, Ariadne auf Naxos

von Jürgen Pathy

Leicht getrübt beginnt die Pilgerfahrt ins Mekka der Opernkunst, der ehrenwerten Wiener Staatsoper, zu deren 150. Jubiläum neben sechs Neuproduktionen auch bewährtes Repertoire das breit gefächerte Programmheft füllt. „Wegen Erkrankungen von Daniela Fally und Stephen Gould übernehmen dankenswerterweise Hila Fahima und Herbert Lippert…“ ist einer Vitrine am Haupteingang zu entnehmen – dass die 25. Aufführung der „Ariadne auf Naxos“ in der Sven-Eric-Bechtolf-Inszenierung (2012) dennoch ein versöhnliches Ende nimmt, dafür sorgen an diesem angenehmen Spätsommerabend andere Protagonisten. (mehr …)