Kategorien-Archiv Wiener Staatsoper

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Frank Castorf inszeniert „Faust” an der Wiener Staatsoper (Vorbericht)

Foto: Frank Castorf inszeniert zum ersten Mal an der Wiener Staatsoper © Thomas Aurin

Die Wiener Staatsoper setzt ihren Premierenreigen fort: Am 29. April 2021 wird Charles Gounods Faust in einer Inszenierung von Frank Castorf aufgezeichnet. Via Stream, TV und Radio ist das Publikum zu Hause wieder mit dabei.

Besser spät als nie: Fast 70 Jahre musste Frank Castorf werden, um die heiligen Hallen am Wiener Ring betreten zu dürfen. Für die Wiener Staatsoper überarbeitet er die Stuttgarter Produktion (2016) von Gounods „Faust” nun neu. Ein Stoff, den er als Mann vom Theater nur allzu gut kennt. In seiner Inszenierung des Fünf-Akters trifft das Paris der Faust-Uraufführungszeit auf das Paris um 1960. weiterlesen

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Kein Stein bleibt auf dem anderen: „Parsifal“ an der Wiener Staatsoper | Klassik begeistert

„DER KLANG WIRD ZUM RAUM“

Wiener Staatsoper, 11. April 2021 (Stream bei ARTE Concert vom 18. April)
Richard Wagner, Parsifal

von Jürgen Pathy / Klassikpunk

Nichts konnte ihn stoppen. Kein Corona, keine Verurteilung und kein Ausreiseverbot. Obwohl Kirill Serebrennikov in Russland festsitzt, brachten er und sein Team an der Wiener Staatsoper die lange ersehnte Neuinszenierung von „Parsifal“ auf die Bühne. Und die kann sich sehen lassen! Bei Serebrennikov bleibt kein Stein auf dem anderen. Passend zu seinen Lebensumständen, verlegt er die Gralsburg kurzerhand in eine Haftanstalt.

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„Parsifal” Premiere aus der Wiener Staatsoper (Austrahlungstermine)

Foto: Jonas Kaufmann (Parsifal) und Elina Garanca (Kundry) © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Kirill Serebrennikov inszeniert “Parsifal” (Richard Wagner). Am Sonntag, den 11. April 2021, wurde die aufsehenerregende Neuinszenierung in der Wiener Staatsoper auf die Bühne gebracht. Der ORF war mit Kameras dabei.

→ Gesamtaufzeichnung auf ARTE Concert (18.04., ab 14:00 Uhr)
→ zweistündigen Sondersendung in ORF 2 (17.04., 22:00 Uhr)
→ Gesamtausstrahlung in Radio Ö1 (17.04., 19:30 Uhr)
→ »Matinee am Sonntag«: Portraits von Jonas Kaufmann & Elīna Garanča (18.04., 9:05 Uhr) weiterlesen

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Lockdown: Theater bleiben in Österreich weiterhin geschlossen

Foto: Theater und Opernhäuser wie die Wiener Staatsoper dürfen weiterhin kein Publikum empfangen © Alexander Kada

Die bestehenden Betretungsverbote bleiben aufrecht. Vorerst zumindest bis zum 25. April 2021. Zusätzlich wurden verschärfte Maßnahmen verabschiedet, die in Wien, Burgenland und Niederösterreich seit 1. April gültig sind. Das hat das Bundesministerium für Soziales in der 6. Novelle der 4. COVID-19-Schutzmaßnahmen-Verordnung bekannt gegeben. weiterlesen

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(Pathys Stehplatz 2) – Bogdan Roščić, der neue starke Mann an der Wiener Staatsoper

Foto: Bogdan Roščić vor der Wiener Staatsoper © Lalo Jodlbauer

Lange Zeit hat er sich kämpferisch gegeben. Dann hat auch er nachgeben müssen. Obwohl Bogdan Roščić alles versucht hat, um den normalen Spielbetrieb so lange wie möglich aufrechtzuerhalten – seit 3. November 2020 ist die Wiener Staatsoper geschlossen. „Stumm“, wie es auf der Licht-Installation stand, die an der Fassade des Hauses angebracht wurde. Eine Idee von Roščić. Nicht das einzige Zeichen, dass im „ersten Haus am Ring“ ein neuer Wind weht. Zeit für ein kurzes Resümee…

von Jürgen Pathy / Klassikpunk

Seit Juli 2020 ist Bogdan Roščić nun Direktor der Wiener Staatsoper. Sein Auftrag ist klar. Zumindest, wenn man seine Aussagen und sein Handeln auf einen Nenner bringt: Das Haus soll einer deutlichen Verjüngungskur unterzogen werden. Das ist nicht erst klar, seitdem er im ZiB-Interview betonte, dass es eine große Enttäuschung wäre, wenn er den Altersdurchschnitt der Besucher in fünf Jahren nicht deutlich gesenkt haben werde. Bereits 2016 gab es erste Anzeichen. Damals verkündete Kanzleramtsminister Drozda, er wolle mit Roščić eine „Oper 4.0“ erschaffen. Was immer damit gemeint war, wird nun deutlich.

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Philippe Jordans Klangvorstellung

Foto: Musikdirektor Philippe Jordan im Orchestergraben der Wiener Staatsoper © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

„Ja, meins ist des alles net!”, wie es bei uns in Wien so schön heißt. Was genau? Erstens: Das Kasperletheater rund um Jonas Kaufmann, das dieser Tage wieder herrscht, wie selten zuvor. Und zweitens, was mich als Wiener viel mehr tangiert, weil es mich direkt betrifft: die Klang-Vorstellung Philippe Jordans, der seit Beginn der Saison als Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper agiert. weiterlesen

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Buh-Orkan für Ebolis Traum an der Wiener Staatsoper | Klassik begeistert

Jonas Kaufmann (Don Carlos) und Igor Golovatenko (Rodrigue) in der Wiener Staatsoper

Foto: Jonas Kaufmann (Don Carlos) und Igor Golovatenko (Rodrigue) in der Wiener Staatsoper © Michael Pöhn

Giuseppe Verdi, Don Carlos
Wiener Staatsoper, 27. September 2020

von Jürgen Pathy / Klassikpunk

Verdi auf Französisch – nein, danke! Mag es zwar löblich sein, dass Bertrand de Billy das Original mühevoll rekonstruiert hat, die volle Wirkung kann Verdis Meisterwerk im Grunde nur in italienischer Sprache entfachen. Vor allem emotional und musikalisch. Die Rede ist von „Don Carlos“. Nicht umsonst hat Verdi sich die Arbeit angetan, die Grande opéra im klassischen Stil zu kürzen und zu streichen. Für die italienische Neugestaltung, die 1884 an der Mailänder Scala aufgeführt wurde, nahm er nicht nur einige Änderungen vor, sondern eliminierte die Hälfte der Musik und komponierte ein Drittel zur Gänze neu. weiterlesen