Kategorien-Archiv Tipp der Woche

Klassikpunk VonKlassikpunk

Danke, dass Du geboren wurdest – Gustav Mahler!

Gustav Mahler, 1909

Foto: Gustav Mahler, 1909

Heute hätte er seinen 160. Geburtstag gefeiert: Gustav Mahler. Der bedeutendste Komponist der Spätromantik, hat der Nachwelt nicht nur 10. wunderbare Sinfonien hinterlassen, sondern war zu Lebzeiten auch Direktor der Wiener Staatsoper. Vom 15. Oktober 1897 bis 31. Dezember 1907 hat er das Haus am Ring geleitet.

Um diesen Tag gebührend zu feiern, sollten wir seine Musik hören. Die dritte Sinfonie ist mir im Augenblick zwar die liebste, am öftesten gespielt werden dürften jedoch die vierte und die fünfte. Aus Letzterer, der fünften, die am 18. Oktober 1904 uraufgeführt wurde, stammt eines seiner bekanntesten Musikstücke – das Adagietto. Dieser langsame Satz, der als Ruhepol der Sinfonie wirkt, soll uns heute ein wenig Ruhe und Besonnenheit schenken.

Klassikpunk VonKlassikpunk

Musik-Tipp der Woche: Es-Dur Klaviersonate von Joseph Haydn

Viel zu oft belächelt, nicht ernst genommen und im Konzertsaal zu selten gespielt. Das ist das Schicksal, dass Joseph Haydn heutzutage ereilt. Dabei ist der österreichische Komponist, der oftmals als “Papa Haydn” ins Lächerliche gezogen wird, einer der größten Komponisten. Am 1. April 1732 geboren, verbrachte er den größeren Teil seiner beruflichen Laufbahn als Hofmusiker auf dem Landsitz der ungarischen Familie Esterházy.

Haydns Werk umfasst nicht nur 107 Symphonien, 14 Messen und 68 Streichquartette, eine Gattung in der Haydn wegweisend war, sondern auch 52 Klaviersonaten. Darunter die Klaviersonate Nr 59 in Es-Dur (Hob. XVI / 49).

Ein Werk, das als ein „Tribut an die technische und musikalische Meisterschaft von Mrs. Bartolozzi“ zu interpretieren ist, schrieb A. Peter Brown. Wir hören Laufkaskaden und perlendes Sechzehntel- bzw. Triolenspiel im Wechsel mit kontrapunktischen Finessen und Vollgriffigkeit, teilweise mit einer schon abenteuerlichen Ornamentik dekoriert, die dem Werk fast den Charakter einer „Fantasiesonate“ bzw. eines Capriccio verleihen.

Aber am Besten: Einfach selbst reinhören und genießen. Weshalb in dieser Interpretation, ist leicht erklärt: Hätten der schöne Ton und der kultivierte Anschlag einen Namen, sie würden Alfred Brendel heißen.

Klassikpunk VonKlassikpunk

Tipp der Woche: der zypriotische Tastenzauberer Nicolas Economou

 

Foto: Nicolas Economou (1953 – 1993) © LOFTmusic

Robert Schumann (1810–1856) „Arabeske” op. 18

Es gibt unzählige Aufnahmen dieses 1839 in Wien komponierten Stücks, jedoch nur wenige, die derart tiefgehend-innig gesungen werden, wie die vorliegende Einspielung des 1993 bei einem Autounfall verstorbenen Ausnahmepianisten Nicolas Economou. Mit dem ersten Ton fesselt der Zypriote den Zuhörer, lässt ihn die knapp sieben Minuten nicht mehr aus seinem magischen Bann. Diese Live-Aufnahme aus dem Münchner Kongress-Saal aus den frühen 1980er-Jahren ist eine Sternstunde der Musik. weiterlesen

Klassikpunk VonKlassikpunk

Musik-Tipp der Woche 1 / 2018

Claudio Monteverdi (1567–1643), Liebesduett: Pur ti miro, pur ti godo aus der Oper „Die Krönung der Poppea” SV 308

In drei Worten: edel, getragen, verträumt. weiterlesen

Klassikpunk VonKlassikpunk

Sechs französische Suiten | Johann Sebastian Bach

[Musik: Allemande aus der Französischen Suite Nr. 2 in c-Moll, BWV 813]

Der kongeniale Meister und Influenzer – Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach ( *31. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig). Nicht umsonst, zählt er zu den Größten. Generationen nachfolgender Komponisten hat Bach, der in Eisenach (GER) geboren wurde, beeinflusst. Neben Beethoven und Mozart, zählt er zu den bedeutendsten Komponisten aller Zeiten. weiterlesen

Klassikpunk VonKlassikpunk

“Parallelen & Paradoxien” – Daniel Barenboim im Gespräch mit Christoph Waltz (Teil I)

In seiner Gesprächsreihe “Parallelen & Paradoxien” (original: Parallels & Paradoxes) empfängt der weltberühmte Pianist und Dirigent Daniel Barenboim den 2-fachen Oscargewinner Christoph Waltz. Macht euch gefasst auf ein Philosophieren über Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Widersprüche zwischen Musikern und Schauspielern. Über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Entstehung von Musik und Schauspiel. Dem Lesen des Textes und wie weit in beiden Genres der Künstler frei interpretieren darf oder sogar soll. weiterlesen