„Fidelio” Inszenierung von Christoph Waltz trotzt dem Coronavirus

VonKlassikpunk

„Fidelio” Inszenierung von Christoph Waltz trotzt dem Coronavirus

 

Fidelio im Theater an der Wien

Foto: © Monika Rittershaus

Am 16. März hätte die 2. Fassung von „Fidelio” im Theater an der Wien aufgeführt werden sollen. Aufgrund des Coronavirus ist das Haus jedoch genauso geschlossen, wie alle anderen Kulturbetriebe in Österreich. Um dieses Projekt, für das Oscar-Preisträger Christoph Waltz als Regisseur gewonnen werden konnte, nicht komplett ins Wasser fallen zu lassen, hat sich der ORF​ etwas einfallen lassen. Am Freitag, 20. März, um 22:30 Uhr soll in ORF 2 ein Mitschnitt der Proben ausgestrahlt werden. Nähere Informationen sollen noch folgen.

Bereits um 19 Uhr ist die Aufzeichnung online auf der Klassikplattform myfidelio.at erstmals zu sehen. Außerhalb Österreichs wird die Produktion am 20. März 2020 um 19.00 Uhr auf medici.tv gezeigt.

Die Wiener Symphoniker​ spielen unter der musikalischen Leitung von Manfred Honeck​. In den Partien von Florestan und Leonore sind Eric Cutler und Nicole Chevalier zu erleben. Weiters singt der Arnold Schoenberg Chor. Das Bühnenbild stammt vom amerikanisch-deutschen Architekturbüro Barkow Leibinger. Für die Bildregie zeichnete Felix Breisach verantwortlich.

Waltz, der bereits 2013 den „Rosenkavalier” und 2016 den „Falstaff in Antwerpen inszeniert hat, bezeichnet seine Motivation Opern zu inszenieren mit „Ehrfurcht und Bewunderung für die Musik”. Seine Überzeugung sei es, dass Musiktheater niemals zu Theatermusik verkommen darf – die Reihenfolge nehme er sehr, sehr ernst, erzählt er im Gespräch mit der österreichischen Tageszeitung Kurier.

Manfred Honeck, Musikalische Leitung
Christoph Waltz, Inszenierung
Barkow Leibinger, Bühne
Judith Holste, Kostüm
Henry Braham, Licht

Nicole Chevalier (Leonore)
Eric Cutler (Florestan)
Gabor Bretz (Don Pizarro)
Christof Fischesser (Rocco)
Melissa Petit (Marzelline)
Benjamin Hulett (Jacquino)
Karoly Szemeredy (Don Fernando)

Wiener Symphoniker
Arnold Schönberg Chor

Über den Autor

Klassikpunk administrator

Jürgen Pathy aka Klassikpunk, Baujahr: 1976, lebt in Wien. Von dort möchte der gebürtige Burgenländer auch nicht mehr so schnell weg. Der Grund: die kulturelle Vielfalt, die in dieser Stadt geboten wird. Seit 2017 bloggt und schreibt der Wiener für Klassik-begeistert. Sein musikalisches Interesse ist breit gefächert: Von Bach über Pink Floyd, Nick Cave und AC/DC bis zu Miles Davis und Richard Wagner findet man fast alles in seinem imaginären CD-Schrank.

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