Der letzte Romantiker | Vladimir Horowitz (1903-1989)

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Der letzte Romantiker | Vladimir Horowitz (1903-1989)

ladimir Horowitz und Wanda Toscanini-Horowitz

Foto: Vladimir Horowitz und Wanda Toscanini-Horowitz © Deutsche Grammophon

“Sie sind wunderbar, wir haben seit langem kein solches Klavierspiel gehört!” “Nein”, erwidert Vladimir Horowitz, der im New Yorker Keller von Steinway & Sons einen Flügel testet. “Doch!”, erwidert der Herr. Es ist Franz Mohr, der Cheftechniker von Steinway & Sons in New York, dem die Freude direkt ins Gesicht geschrieben steht. Der Grund: Eigentlich wollte Vladimir Horowitz nie wieder konzertieren.

Nach einer desaströsen Tournee Anfang der 1980er, hatte er sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Aufnahmen zeugen von dem Desaster. Nur dem Geschick Peter Gelbs ist es zu verdanken, dass diese Aufnahmen entstanden sind. 1985 konnte Gelb, der heutige Chef der Metropolitan Opera und damalige Boss der Agentur Columbia Artists, das exzentrische Klaviergenie Horowitz dazu überreden, eine Filmcrew in seine New Yorker Wohnung zu lassen. Was daraus entstand, ist ein ebenso unterhaltsames wie rührendes musikalisches Porträt eines alten Draufgängers: “Der letzte Romantiker”

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Currentzis riskiert und gewinnt | Salzburger Festspiele (2017)

La Clemenza di Tito, Salzburger Festspiele 2017 | Klassikpunk

(© Salzburger Festspiele / Ruth Walz)

Salzburger Festspiele 2017, “La Clemenza di Tito”, Wolfgang Amadeus Mozart

Musikalische Leitung: Teodor Currentzis
Regie: Peter Sellars

Tito Russel Thomas
Sesto Marianne Crebassa
Vitellia Golda Schultz
Servilia Christina Gansch
Annio Jeanine de Bique
Publio Williard White


Mit einer Neuinszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts letzter Oper „La Clemenza di Tito” fordern die Salzburger Festspiele wieder die führende Rolle in der Klassik Welt – das muss im erfolgsverwöhnten Salzburg auch der Anspruch sein, für Mittelmaß darf hier kein Platz sein. Mit diesem aufsehenerregenden „Titus” stellt die renommierte Festspielstadt wieder den Anspruch auf den Thron! weiterlesen

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Von den “Geistervariationen” in den Wahnsinn | R. Schumann (1854)

[Robert Schumann,”Geistervariationen” WoO 24 Thema in Es-Dur mit Variationen (Anny Chen)]

Ein allerletztes musikalisches Vermächtnis

Robert Schumann vor 1856 zur Zeit der Geistervariationen

Robert Schumann vor 1856 (Foto: Wikimedia Commons/Adolf von Wenzel)

Im Frühjahr 1854 beginnt Robert Schumann die Arbeit an seinem letzten veröffentlichten Stück: dem Thema mit Variationen. Kurz bevor er sich zum Schutz seiner Frau und seiner Kinder selbst in die Nervenheilanstalt Endenich bei Bonn einliefern lässt, in der er 1856 verstirbt. Die „Geistervariationen” werden das musikalische Vermächtnis des großen Komponisten der Romantik werden – und welch tiefgehendes. weiterlesen

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Ein denkwürdiges Ereignis (I) | Grigory Sokolov Konzert (2016)

[ Mozart, Klaviersonate Nr. 14 in c-Moll KV 457 (Grigory Sokolov)]

Grigory Sokolov – ein lebender Gigant

Heute möchte ich euch gerne teilhaben lassen am ersten Teil eines Grigory Sokolov (* 18. April 1950 in Leningrad) Konzertberichts. Den ich schon vor einiger Zeit anderswo in einem Forum verfasst hatte. Einige Tage nach dem Wien Konzert vom 7. Dezember 2016 im Großen Saal des Wiener Konzerthaus. weiterlesen

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„Heiligenstädter Testament”: Suizid-Gedanken eines Genies (Beethoven, 1802)

Werner Krauß liest das Heiligenstädter Testament

Das Heiligenstädter Testament

Das Heiligenstädter Testament ist ein resignativer Monolog, den Ludwig van Beethoven am 6. und 10. Oktober 1802 verfasst hatte. Darin verkündet der erst 31- jährige Beethoven, der von seinem fortschreitenden Gehörverlust geplagt wurde, dass er entschlossen war, seinem Leben ein Ende zu setzen. “Nur die Kunst”, wie er schrieb, “sie hielt mich zurück”.

Verfasst hat Beethoven diesen Brief, der an seine beiden Brüder Kaspar Karl und Nikolaus Johann adressiert wurde, in einem Haus außerhalb von Heiligenstadt – damals noch ein Wiener Vorort. Von Mai bis Oktober 1802 bewohnte Beethoven dieses freistehende Bauernhaus in der Herrengasse 6 (Heute: Probusgasse 6) weiterlesen

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Sechs französische Suiten | Johann Sebastian Bach

[Musik: Allemande aus der Französischen Suite Nr. 2 in c-Moll, BWV 813]

Der kongeniale Meister und Influenzer – Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach ( *31. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig). Nicht umsonst, zählt er zu den Größten. Generationen nachfolgender Komponisten hat Bach, der in Eisenach (GER) geboren wurde, beeinflusst. Neben Beethoven und Mozart, zählt er zu den bedeutendsten Komponisten aller Zeiten. weiterlesen

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Lyrische Nachtsstücke eines Polen in Paris | Frederic Chopin

Hallo ihr lieben Freunde der gepflegten Musik!

Schon wieder eine Weile her, dass ich einen Beitrag verfasst habe. Was hab ich in der Zwischenzeit getan: Mich weitergebildet, viel Musik gehört,  ein paar Bücher zugelegt: Bach und Chopin Biografien. Textbücher einiger Mozart Opern – „Die Zauberflöte” und „Hochzeit des Figaro”. Außerdem das Textbuch des „Fidelio”, der einzigen Oper von Ludwig van Beethoven. Sollten die Biografien etwas taugen, werde ich sie natürlich verlinken und weiter empfehlen.

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