Markus Hinterhäuser
Foto: Markus Hinterhäuser © Salzburger Festspiele / Franz Neumayr

Intendant Markus Hinterhäuser: „Wenn man Currentzis eliminiert, dann auch 220 Musiker“ | Klassik begeistert

Wegen Sponsorengelder stehen die Salzburger Festspiele im Augenblick enorm unter Druck. Darüber und ob man den griechisch-russischen Star-Dirigenten Teodor Currentzis halten können wird, hat klassik-begeistert mit Markus Hinterhäuser gesprochen, der die Festspiele seit Oktober 2016 als Intendant leitet.

An der Salzach brodelt es gewaltig. Nicht erst seit letzten Mittwoch, als man die Salzburger Festspiele mit neuen Vorwürfen konfrontiert hat. Gazprom, Kremlnähe, Oligarchen. Alles mögliche hat man bereits in die Waagschale geworfen. Doch mit den jüngsten Anschuldigungen schlägt man ein neues Kapitel auf.

Mit dem Schweizer Regisseur Lukas Bärfuss und der lettisch-amerikanischen Regisseurin Yana Ross treten nun zwei Künstler vor die Anklagebank, die selbst bei den Salzburger Festspielen 2022 engagiert sind. Das Regieduo arbeitet an der Neufassung von Arthur Schnitzlers „Reigen“. Premiere ist am 28. Juli.

Zur Kritik von Lukas Bärfuss

Der Vorwurf, den Bärfuss und Ross über ihre Agentur haben veröffentlichen lassen: Der Solway Investment Group GmbH, ein Schweizer Bergbauunternehmen, das die Jugendschiene in Salzburg seit 2017 fördert, werden Menschenrechtsverletzungen und Kreml-Nähe angekreidet. Deshalb fordern die beiden, dass eine unabhängige Stelle das Sponsoring durchleuchtet. „Um weiteren Schaden von den Festspielen abzuwenden“, wie es in der Presseaussendung heißt. Nach dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sei das Sponsoring „toxisch“ geworden. Spätestens bis zum 27. Juli erwarte man, dass die Geschäftsbeziehungen zur Solway Group zu beenden seien.

Über die Beweggründe von Bärfuss und Ross zeigt sich Markus Hinterhäuser skeptisch: „Es ist so durchschaubar – um die Bühne der Festspiele zu nutzen.“

Den Rest des Berichts gibt es bei Klassik begeistert, dem Blog von Andreas Schmidt

Klassikpunk

Jürgen Pathy aka Klassikpunk, Baujahr: 1976, lebt in Wien. Von dort möchte der gebürtige Burgenländer auch nicht mehr so schnell weg. Der Grund: die kulturelle Vielfalt, die in dieser Stadt geboten wird. Seit 2017 bloggt und schreibt der Wiener für Klassik-begeistert. Sein musikalisches Interesse ist breit gefächert: Von Bach über Pink Floyd, Nick Cave und AC/DC bis zu Miles Davis und Richard Wagner findet man fast alles in seinem imaginären CD-Schrank.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Diego H F

    Das hat man davon, wenn Künstler politisch verfolgt werden. Egal, ob Aktivisten oder nicht. Auch die Kultur hat sich von der russischen Oligarchie wirtschaftlich aber auch künstlerisch abhängig gemacht. Salzburg wie Baden Baden uva.

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