Anne-Sophie Mutter: „Niemand darf gefährdet werden”

Anne-Sophie Mutter 2019 in Tokio
Anne-Sophie Mutter nimmt 2019 in Tokio den Praemium Imperiale entgegen  © The Japan Art Association/The Sankei Shimbun.

Der diesjährige PRAEMIUM IMPERIALE, der auch als „Nobel-Preis der Künste“ bekannt ist, muss wegen der Corona-Pandemie verschoben wird. Diesbezüglich hat Anne-Sophie Mutter ein paar persönliche und ermutigende Zeilen geschrieben.

In einem Brief, den sie an alle Freunde der Kunst richtet, schreibt die Preisträgerin des 31. Praemium Imperiale in der Kategorie Musik: „Gesundheit und Sicherheit sollten bei allen Überlegungen stets die erste Priorität genießen!“ Trotz der Trauer, die sie verspürt, begrüßt die Geigerin die konsequente Haltung der Japan Art Association, die den Preis stiftet.

Das Praemium Imperiale ist eine japanische Auszeichnung, die jährlich für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Kunst und Kultur vergeben wird. Dotiert ist der Preis mit einem Geldbetrag von jeweils 15 Millionen Yen (124.000 €). Ausgezeichnet werden Künstler und Kulturschaffende in den fünf Kategorien: Malerei, Skulptur, Architektur, Musik, Theater/Film.

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie betont Anne-Sophie Mutter: „Künstler gehören zu den am härtesten betroffenen Berufsgruppen, sind wir doch praktisch mit einem Berufsverbot belegt. Für uns Musiker wurde die Kommunikation mit dem Publikum Anfang März abrupt abgebrochen.” Das empfindet sie als Amputation. Denn der lebendige Austausch mit dem Publikum, habe sie erst dazu gebracht, Musikerin zu werden. Und weil sie wahnsinnig gerne Geige spielt – aber letzten Endes immer für den Anderen. Dass dies in nicht allzu ferner Zukunft auch wieder vor einem physisch anwesenden Publikum möglich sein wird, davon ist Anne-Sophie Mutter fest überzeugt.

Den vollständigen Wortlaut von Anne-Sophie Mutters Mitteilung finden sie auf der homepage der Agentur HEESCH.

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