Wiener Staatsoper: Fulminante Ariadne, beeindruckender Komponist, glanzloser Bacchus | klassik-begeistert.de

Ariadne auf Naxos an der Wiener Staatsoper
Foto: Ariadne auf Naxos © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper, 10. September 2018
Richard Strauss, Ariadne auf Naxos

von Jürgen Pathy

Leicht getrübt beginnt die Pilgerfahrt ins Mekka der Opernkunst, der ehrenwerten Wiener Staatsoper, zu deren 150. Jubiläum neben sechs Neuproduktionen auch bewährtes Repertoire das breit gefächerte Programmheft füllt. „Wegen Erkrankungen von Daniela Fally und Stephen Gould übernehmen dankenswerterweise Hila Fahima und Herbert Lippert…“ ist einer Vitrine am Haupteingang zu entnehmen – dass die 25. Aufführung der „Ariadne auf Naxos“ in der Sven-Eric-Bechtolf-Inszenierung (2012) dennoch ein versöhnliches Ende nimmt, dafür sorgen an diesem angenehmen Spätsommerabend andere Protagonisten. (mehr …)

Gedanken zum Tag: Richard Wagner & Felix Mendelssohn Bartholdy

Felix Mendelssohn Bartholdy
Foto: Ölporträt Felix Mendelssohn Bartholdys, gemalt 1846 von Eduard Magnus (1799—1872)

Wie konnte Richard Wagner das nur tun? In seinem Pamphlet, „Das Judenthum in der Musik”, fällt er Felix Mendelssohn Bartholdy gnadenlos in den Rücken. Dabei hätte Wagner ihm eigentlich dankbar gesinnt sein müssen. Ihm, der als Dirigent das Bach’ sche Weihnachtsoratorium wieder aus der Versenkung gehoben hatte. Ihm, dem Wagner seine musikalische Grundsprache zu verdanken hat. Ohne Felix Mendelssohn Bartholdy gäbe es Wagner nicht in der Form, wie wir ihn heute kennen. (mehr …)