Klaus Florian Vogt neuer Honorarprofessor an der MHL

VonKlassikpunk

Klaus Florian Vogt neuer Honorarprofessor an der MHL

Foto: Klaus Florian Vogt gibt in Zukunft sein Wissen an die nächste Generation weiter © Christian Charisius / Archiv

Ab sofort heißt er: Honorarprofessor Klaus Florian Vogt. Der international renommierte Sänger, der an allen wichtigen Opernhäuser der Welt gesungen hat, ist neuer Honorarprofessor an der Musikhochschule Lübeck (MHL). Vogt gilt als einer der erfolgreichsten Sänger seiner Generation. Aufgrund seiner Auftritte in Wagner Opern, zählt er zu den herausregenden Wagner-Tenören der Gegenwart. Durch die Honorarprofessur wird Vogt regelmäßig zu Gast sein in Lübeck. Dort wird er seine Erfahrungen an Gesangsstudierende der MHL weitergeben.

MHL-Präsident Prof. Rico Gubler wird Klaus Florian Vogt zum Auftakt des Streaming-Konzerts »Nachtigall«, das am Freitag, 7. Mai um 19.30 Uhr im Rahmen des Brahms-Festivals ausgestrahlt wird, zum Honorarprofessor ernennen: »Klaus Florian Vogt ist an allen großen Häusern der Welt in bedeutenden Rollen zu erleben, herausgehoben seien die Partien des Lohengrin oder des Paul in »Die tote Stadt« von Korngold. Aufgrund seiner Erfahrungen ist er eine wertvolle Bereicherung für unsere Hochschule und für die internationale Ausstrahlung unserer Gesangsabteilung.«

Klaus Florian Vogt ist nicht nur gefragter Gast an allen großen Opernhäusern, sondern auch bei vielen internationalen Festivals. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Lohengrin, Tannhäuser, Parsifal, Stolzing und Siegmund, aber auch Rollen wie Florestan (»Fidelio«) und Prinz (»Rusalka«). Seit 2007 singt Vogt bei den Bayreuther Festspielen, 2019 war er auch bei den Salzburger Osterfestspielen zu erleben. Auch als Konzert- und Liedsänger hat Vogt sich einen Namen gemacht. Er arbeitet mit renommierten Orchestern und Dirigenten zusammen, unter anderem mit Daniel Barenboim, Andris Nelsons, Christian Thielemann und Simone Young. 2019 verbuchte er in der Hamburger Elbphilharmonie mit Schuberts Liederzyklus »Die schöne Müllerin« in einer kammermusikalischen Fassung einen großen Erfolg. 2019 verlieh ihm der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg den Ehrentitel »Hamburger Kammersänger«.

Vogt kehrt zurück an seine Ausbildungsstätte

Der aus Norddeutschland stammende Tenor begann seine musikalische Karriere als Hornist im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. 1994 nahm er parallel ein Gesangsstudium an der MHL bei Prof. Günter Binge auf. Mit der Lübecker Honorarprofessur schlägt er nun auch eine pädagogische Laufbahn ein. »Die Ernennung zum Honorarprofessor in Lübeck ist eine große Ehre«, sagt Klaus Florian Vogt. »Mit der Musikhochschule Lübeck bin ich emotional eng verbunden, denn hier hat meine Gesangskarriere ihren Anfang genommen. Dass sich mein künstlerischer Schwerpunkt einmal ganz auf den Gesang verlegen würde, konnte ich damals natürlich noch nicht ahnen. Durch die Honorarprofessur kehre ich nun zur Hochschule zurück und freue mich sehr, den Faden wieder aufzunehmen und mit den von mir geleiteten Meisterkursen dem Institut etwas zurückgeben zu können. Das ist für mich eine neue, spannende Aufgabe. Besonders freue ich mich auf den Austausch mit den Studierenden.«

Honorarprofessuren können an Personen verliehen werden, die hauptberuflich außerhalb der Hochschule tätig sind und nur zeitweise dort lehren. Es ist das sechste Mal, dass die MHL eine Honorarprofessur vergibt. Weitere MHL-Honorarprofessuren erhielten Bernd Weikl (1988), Siegfried Palm (1994, † 2005), Kurt und Renate Hofmann (1998), Lynn Harrell (2004, † 2020) und Ton Koopman (2016).

Die Überreichung der Ehrenurkunde an Klaus Florian Vogt wird im MHL-Streaming am Freitag, 7. Mai um 19.30 Uhr unter www.mh-luebeck.de übertragen.

Über den Autor

Klassikpunk administrator

Jürgen Pathy aka Klassikpunk, Baujahr: 1976, lebt in Wien. Von dort möchte der gebürtige Burgenländer auch nicht mehr so schnell weg. Der Grund: die kulturelle Vielfalt, die in dieser Stadt geboten wird. Seit 2017 bloggt und schreibt der Wiener für Klassik-begeistert. Sein musikalisches Interesse ist breit gefächert: Von Bach über Pink Floyd, Nick Cave und AC/DC bis zu Miles Davis und Richard Wagner findet man fast alles in seinem imaginären CD-Schrank.

    Schreibe eine Antwort

    *

    Consent Management mit Real Cookie Banner