„Alcina“ bei den Salzburger Festspielen: Cecilia Bartoli und Philippe Jaroussky setzen neue Maßstäbe | klassik-begeistert.de

Philippe Jaroussky in Alcina bei den Salzburger Festspielen 2019
Foto: Philippe Jaroussky (Ruggiero) © Salzburger Festspiele /Matthias Horn

Salzburger Festspiele, Haus für Mozart, 10. August 2019
Georg Friedrich Händel, Alcina

Philippe Jaroussky, der Mann mit der Engelsstimme, ist ein Geschenk Gottes

Sommerzeit ist Festspielzeit. Nirgendwo anders haben diese Worte mehr Bedeutung als in Salzburg. Für wenige Wochen im Jahr verwandelt sich das „liebenswerte Kaff“ (Zitat: Helga Rabl-Stadler) an der Salzach zur Metropole der Kunst – und das Haus für Mozart in diesem Jahr zu einer Insel der Glückseligen. (mehr …)

Gstaad Menuhin Festival: Sir András Schiff erweist sich als exquisiter Haubenkoch

Foto: András Schiff © Olaf Malzahn

Gstaad Menuhin Festival, Kirche Saanen, 19. Juli 2019
Bachrecital, András Schiff

Johann Sebastian Bach, Wohltemperiertes Klavier Band 1

von Jürgen Pathy

Bis auf wenige Wochen im Jahr herrscht im Saanenland absolute Ruhe. In der Sommerzeit avanciert das mondäne Rückzugsgebiet in den Bergen jedoch zum Hotspot der Schweizer Sport– und Musikwelt. Neben dem ATP Herren Tennis Turnier und der Beachvolleyball Major Series versammelt sich das Who-is-Who der Klassikwelt bereits zum 63. Mal beim Gstaad Menuhin Festival.

Mit dabei: András Schiff. Als einer der profundesten Bachexperten bekannt, gleicht bereits sein Einzug in die Kirche Saanen einer Zeremonie. Umhüllt von einer Aura, der niemand Schaden zufügen kann, schwebt der gebürtige Ungar förmlich den Mittelgang entlang zur Bühne. Nachdem er kurz innehält, bezieht er seinen Platz  – ein in Mahagoni schimmernder Bösendorfer Grand Imperial. Eine Spezialanfertigung des Wiener Traditionsunternehmens, dessen Spitzenklaviere zu bändigen, enormes Fingerspitzengefühl erfordern, und die bei der kleinsten Grobheit sofort „zurückschlagen”, warnt András Schiff. (mehr …)

Gstaad Menuhin Festival 2019: Auch vornehm-zurückhaltend scheint romantische Musik ihre Wirkung nicht zu verfehlen

Foto: Patricia Kopatchinskaja und Camerata Bern © Raphael-Faux

Gstaad Menuhin Festival, Kirche Saanen, 18. Juli 2019
Eröffnungskonzert
Patricia Kopatchinskaja, Violine
Polina Leschenko, Klavier
Camerata Bern

In der Schweiz da ticken die Uhren anders. Bereits die Anreise zum Gstaad Menuhin Festival erweist sich als einzigartiges Naturspektakel. Vorbei an steilen Abhängen, schneebehangenen Berggipfeln und saftig-grünen Almen führt der wahrhaftige Zug der Zeit durch das idyllische Saanenland nach Gstaad und Umgebung.

Bereits zum 63. Mal ist die exklusive Destination in den Schweizer Bergen Austragungsort des Gstaad Menuhin Festivals, das von „Wundergeiger” Lord Yehudi Menuhin gegründet wurde. Dort wo sich Fuchs und Hase sonst gute Nacht sagen, reichen sich die Stars der Klassik-Szene jedes Jahr aufs Neue die Klinke in die Hand. (mehr …)

Wiener Staatsoper: „British Ballet at its best“ entzündet einen Funken | klassik-begeistert.de

Foto: Liudmila Konovalova, Jakob Feyferlik © Wiener Staatsoper / Ashley Taylor

Wiener Staatsoper, 21. Juni 2019
MacMillan | McGregor | Ashton
Ballett zur Musik von Dmitri Schostakowitsch, Steve Reich & Franz Liszt

Wiener Staatsballett
Valery Ovsyanikov, Dirigent
Igor Zapravdin und Shino Takizawa, Klavier

von Jürgen Pathy

Wäre nur jedes erste Mal derart erfüllend, es gäbe weniger gebrochene Herzen und mehr Liebe auf dieser Welt. Mit einem abwechslungsreichen Ballettabend, der nebenbei auch ein wenig von der Entwicklungsgeschichte des britischen Royal Ballet erzählt, wurde Freitagabend in der Wiener Staatsoper der Funke in mir entzündet, der zu einer großen Flamme werden könnte…

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Hélène Grimaud scheitert an der emotionalen Tiefe der Kreisleriana | klassik-begeistert.de

Foto: Hélène Grimaud © Mat Hennek / Deutsche Grammophon

Wiener Konzerthaus, Großer Saal, 5. Juni 2019
Hélène Grimaud, Klavier

Es gäbe diese gelungenen Konzerte, erzählt die französische Pianistin Hélène Grimaud, 49, an denen sie neben sich trete, sich selbst sehen und beim Spielen zuhören würde. Das geschähe lediglich bei dreißig bis fünfzig Prozent der Konzerte. Mittwochabend im Großen Saal des Wiener Konzerthauses dürften diese Momente rar gewesen sein…

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Pierre-Laurent Aimard wächst mit der Herausforderung | klassik-begeistert.de

Foto: Pierre-Laurent Aimard im Wiener Konzerthaus © Julia Wessely

Wiener Konzerthaus, 28. Mai 2019
Pierre-Laurent Aimard, Pianist
Johann Sebastian Bach, Goldberg-Variationen

„Wer die enorm schweren Goldberg-Variationen spielen kann, mit seinen oftmals vertrackten Passagen, bei denen die Hände überkreuzt werden, der kann sie gar nicht schlecht spielen“, lautete einst das Resümee des verstorbenen Kritikerpapstes Joachim Kaiser. Von Bach noch schlicht und einfach als „Clavier-Übung“ notiert, den Liebhabern zur „Gemüths-Ergötzung“ dienend, liefert der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard, 61, im Mozart Saal des Wiener Konzerthauses die Bestätigung dieser These... (mehr …)