Weltklasse-Bariton Tomasz Konieczny: Ich rechne fest damit, dass die Menschen zum Baltic Opera Festival kommen

Foto: Opera Leśna Sopot (“Waldoper) in Sopot, wo das Baltic Opera Festival diesen Sommer stattfinden wird © Taiyo Europe

Obwohl er eigentlich Regisseur werden wollte, landete er bei der Musik – quasi zufällig, wie er sagt. Der polnische Bassbariton Tomasz Konieczny singt an allen bedeutenden Opernhäusern dieser Welt. Zumindest, wenn es die Corona-Auflagen erlauben, wie in Spanien. Ab 13. Februar singt Konieczny am Teatro Real Madrid. Nicht irgendeine Partie, sondern seine “Lebensaufgabe”, wie er sie nennt: den Wotan (sprich Wanderer) im “Siegfried”. Darüber und über das Baltic Opera Festival in Polen, dem er in diesem Sommer als künstlerischer Leiter vorstehen wird, sprach Tomasz Konieczny mit klassik-begeistert.

Interview: Jürgen Pathy für Klassik begeistert

Klassik-begeistert: Grüß Sie, Herr Konieczny. Sie proben gerade im Teatro Real Madrid den “Siegfried”, den dritten Teil des “Rings des Nibelungen” von Richard Wagner. Was sind die ersten Worte, die Ihnen dazu einfallen?

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Atilla Aldemir: „Ich spüre Bachs Anwesenheit unmittelbar” | Klassik begeistert

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Atilla Aldemir © Marco Borggreve

Foto: Atilla Aldemir © Marco Borggreve

Istanbul, Wien, Berlin und nun Leipzig. Das sind nur einige der Stationen des vielseitigen Musikers Atilla Aldemir, der sowohl das Spiel auf der Geige als auch auf der Bratsche beherrscht. Die Geige allerdings, die stellt der gebürtige Türke in letzter Zeit immer öfters ins Eck. Seit 2017 ist Aldemir Solo-Bratschist beim MDR-Sinfonieorchester. Als Solist hat er Ende des letzten Jahres auch Bachs Sonaten und Partiten (BWV 1001 – 1006) eingespielt. Natürlich als Arrangement auf der Bratsche – und nicht wie üblich auf der Geige. Damit geht Atilla Aldemir neue Wege. Weshalb, das erzählt er im Gespräch mit Klassik-begeistert.

Von Jürgen Pathy / Klassikpunk

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“Ich kann mir gut vorstellen, dass ich in fünf Jahren dankbar sein werde für die aktuelle Situation” | Klassik begeistert

Der junge Bariton Benjamin Hewat-Craw im Interview

Wer kennt sie nicht, die Geschichte des hoffnungslosen Wanderers. Kaum ein anderer Liederzyklus wurde so oft eingespielt wie Schuberts Winterreise. Benjamin Hewat-Craw und sein Kompagnon am Klavier, Yuhao Guo, haben die 24 Lieder nun ebenfalls aufgenommen. Weshalb und was es dazu benötigt, das erzählt der junge Bariton im Gespräch mit Klassik begeistert. (mehr …)

Interview mit Hans-Jürg Strub: „Schuberts letzte Klaviersonaten sind ein ganzer Kosmos”

Hans-Juerg Strub, CD letzte zwei Klaviersonaten
Foto: Hans-Jürg Strubs neue CD mit Schuberts Klaviersonaten D 959 und D 960

Pianist und Pädagoge ist er bereits. Ein Zeitreisender wäre er gerne. Weshalb, das erzählt Hans-Jürg Strub, der vor kurzem bei ARS Produktion eine CD veröffentlicht hat, im Interview mit Klassik-begeistert. Der gebürtige Schweizer hat sich Schuberts letzten beiden Klaviersonaten angenommen. Mit ihren vielen Brüchen, Bezügen und den weitgefassten Spannungsbögen eine Herausforderung für jeden Pianisten. Dabei kommt Strub, wie er erzählt, vor allem seine lange Beschäftigung mit Schubert zugute.

von Klassikpunk / Jürgen Pathy 

Klassik-begeistert: Was sind die ersten drei Worte, die Ihnen einfallen, um Franz Schuberts letzte drei Klaviersonaten zu beschreiben?

Hans-Jürg Strub: Ehrlich gesagt, ist es mir nicht möglich. Was mir zu den letzten Schubert-Sonaten einfällt, ist nicht auf drei Worte „herunterzubrechen“. Es handelt sich um einen ganzen Kosmos: größte Helle, tiefste Dunkelheit; kantable Versenkung und Zartheit, dann wieder tiefste Resignation und seelischer Abgrund. (mehr …)

Tomasz Konieczny: „In Bayreuth sind die späten Jahre besser als die Debüts” | Klassik begeistert

Tomasz Konieczny
Foto: Nachdem Tomasz Konieczny als Telramund 2018 in Bayreuth debütierte, folgt nun mit dem Wotan seine "Lebensaufgabe" © Bayreuther Festspiele / Enrico Nawrath

Interview am Donnerstag: Tomasz Konieczny (Teil 2)

Von seiner großen Liebe, der Wiener Staatsoper, schwärmte er im ersten Teil. In der Fortsetzung des Interviews, das Tomasz Konieczny mit klassik-begeistert geführt hat, verrät der gebürtige Pole, was das Besondere ist am Bayreuther Festspielhaus – worauf man als Sänger besonders achten muss. 2018 hat Tomasz Konieczny als Telramund sein Debüt in Bayreuth gefeiert. (mehr …)

“Das große Welttheater – Salzburg und seine Festspiele” (Filmdoku)

Florian Teichtmeister
Foto: Max Reinhardts Diener Swatosch (Florian Teichtmeister) tischt Höhepunkte der Festspiel-Geschichte auf © David Fisslthaler/pre tv

“Das große Welttheater – Salzburg und seine Festspiele” (Filmdoku)

1. August 2020, 20:15 Uhr, ORF 2
2. August 2020, 20:15 Uhr, ARTE
4. August 2020, 23:00 Uhr, Bayerischer Rundfunk

Die ganze Stadt als Bühne. Das war Max Reinhardts Traum, als er vor 100 Jahren die Salzburger Festspiele aus der Taufe hob. Um dieses Jubiläum gebührend in Szene zu setzen, hatBeate Thalberg einen ganz besonderen Film gedreht: Salzburg das große Welttheater. Seien sie dabei, wenn Grenzen verschwimmen. Wenn große Künstler und Künstlerinnen aus verschiedenen Jahrzehnten, von Richard Strauss bis Anna Netrebko, alle an einem Ort, in einer Nacht sich treffen. Und zwar beim Diner auf dem Salzburger Schloss Landskron.

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Interview mit Hartmut Haenchen: „Außer an der Wiener Staatsoper akzeptieren alle Konzertorchester und Opernhäuser der Welt meine Materialien”

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Foto: Hartmut Haenchen © Riccardo Musacchio

Foto: Hartmut Haenchen © Riccardo Musacchio

Er zählt zu den ganz Großen seines Fachs: Hartmut Haenchen, geboren am 21. März 1943 in Dresden, Träger des Bundesverdienstkreuzes, Dirigent des Jahres 2017 (Opernwelt) und gern gesehener Gast an den Opernhäusern in Berlin, Paris, Madrid und Genf.

Als 2-Jähriger erlebt er den Angriff der Alliierten hautnah – und erinnert sich noch an das Flammeninferno, erzählt der heute 77-Jährige in einem Interview. Vielleicht hat er den „Ring des Nibelungen”, bei dem der Sitz der Götter ebenfalls in den Flammen endet, deshalb sage und schreibe 36 Mal dirigiert. Bis heute einsamer Rekord.

In dieser Saison hätte er an der Wiener Staatsoper dirigieren sollen – den „Parsifal”. Aufgrund der Corona-Pandemie folgte die Absage. Wie er sich deswegen fühlt, warum er nur seinem eigenen Orchester-Material vertraut, und warum er oft ohne Taktstock dirigiert, erzählt er im Interview… (mehr …)