Cellist Alexander Buzlov ist tot

VonKlassikpunk

Cellist Alexander Buzlov ist tot

Foto: Cellist Alexander Buzlov ist gestern im Alter von nur 37 Jahren plötzlich verstorben © Mark Stephan Buhl Artists Management

Trauer um Alexander Buzlov. Der russische Cellist verstarb gestern im Alter von nur 37 Jahren. Wie Medienberichten zu entnehmen ist, soll ein Blut-Gerinnsel die Ursache gewesen sein. Buzlov, der am Moskauer Konservatorium graduierte, war Preisträger zahlreicher Auszeichnungen.

Die Musikwelt trauert um Alexander Buzlov, 37. Der Russe galt als einer der talentiertesten Cellisten seiner Generation. Mit großer Würde trug er die russische Schule und Aufführungspraxis in die Welt hinaus, heißt es vonseiten der Kronberg Academy.

Alexander Buzlov wurde 1983 in Moskau geboren. Er studierte am Moskauer Konservatorium bei Natalia Gutman und an der Musikhochschule Köln bei Frans Helmerson. In Meisterkursen arbeitete er mit so renommierten Cellisten wie Mstislav Rostropovich, Daniil Shafran und Bernhard Greenhouse zusammen. Er unterrichtete am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium.

Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn nicht nur durch ganz Russland und Europa, sondern auch in die USA, wo er 2005 in der Carnegie Hall debütierte. Buzlov ist als Solist mit zahlreichen international renommierten Orchestern aufgetreten. Darunter das Münchner Kammerorchester und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. In Deutschland ist er bekannt geworden, als er vor 15 Jahren einen Preis beim ARD-Musikwettbewerb gewann.

Der plötzliche Tod bewegt die Klassikwelt

„Die Erkenntnis nie wieder zusammen Musik machen zu können, schmerzt zu sehr”, schreibt Star-Geiger Julian Rachlin auf seiner Facebook-Seite. „Ich liebe dich und werde für immer dankbar sein, dich gekannt zu haben” fügt er hinzu. Ein weiterer Kollege, Geiger Geza Hosszu-Legocky ist ebenfalls schockiert über die Nachricht: „Die Musikwelt hat einen ganz großen verloren, wenn nicht sogar den größten unserer Generation.”

 

Video: Alexander Buzlov und das Mariinsky Orchestra spielen Pjotr ​​Iljitsch Tschaikowskis „Pezzo capriccioso, Op. 62″. Am Pult steht kein Geringerer als Valery Gergiev. Aufnahme aus dem Großen Saal des Moskauer Konservatoriums (2. Juli 2015).

 

 

 

Über den Autor

Klassikpunk administrator

Jürgen Pathy aka Klassikpunk, Baujahr: 1976, lebt in Wien. Von dort möchte der gebürtige Burgenländer auch nicht mehr so schnell weg. Der Grund: die kulturelle Vielfalt, die in dieser Stadt geboten wird. Seit 2017 bloggt und schreibt der Wiener für Klassik-begeistert. Sein musikalisches Interesse ist breit gefächert: Von Bach über Pink Floyd, Nick Cave und AC/DC bis zu Miles Davis und Richard Wagner findet man fast alles in seinem imaginären CD-Schrank.

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