Lohengrin Premiere Bayerische Staatsoper von Kornel Mundruczo
Foto: Klaus Florian Vogt als Lohengrin an der Bayerischen Staatsoper © Wilfried Hösl

Harte Strafe für Brabant: Den Münchner „Lohengrin“ begräbt ein Meteorit | Klassik begeistert

Lohengrin, Richard Wagner Bayerische Staatsoper, München, 3. Dezember 2022, Premiere von Jürgen Pathy Verkehrte Welt in München. Bei Regisseur Kornél Mundruczó tauschen Gut und Böse die Seiten. Elsa, die reine Jungfrau, die das Frageverbot bricht, sticht als schwarzes Schaf aus der Masse. Ortrud, die vermeintlich böse Hexe, nimmt beim gebürtigen Ungarn fast schon liebevolle Charakterzüge an. Das Konzept stammt…

Quatuor Mosaïques
Foto: Quatuor Mosaïques © Lukas Beck

Rohkost im Mozart Saal: Das Quatuor Mosaïques liefert Darmsaiten-Zerbrechlichkeit

  • Beitrags-Kategorie:Kritik

Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal, 11, November 2022
Quatuor Mosaïques
   Erich HöbarthVioline
   Andrea BischofVioline
   Anita MittererViola
   Christophe CoinVioloncello

von Jürgen Pathy

Die Veganer würden es Raw Food nennen – Rohkost. Genau das ist es, was die Musiker des Quatuor Mosaïques im Mozart-Saal präsentieren. 1985 von den Stimmführern des Concentus Musicus Wien gegründet, musiziert das Streichquartett auf historischen Instrumenten. Im Klartext heißt das: Darmsaiten bzw Kunststoffsaiten statt Stahlsaiten. Das hört man. (mehr …)

Kristina Mkhitaryan und Amartuvshin Enkhbat in "La Traviata" an der Wiener Staatsoper
Foto: Kristina Mkhitaryan und Amartuvshin Enkhbat in "La Traviata" an der Wiener Staatsoper © Michael Pöhn

Bis die Polizei kommt: Simon Stones umstrittene „La Traviata“ spaltet die Gemüter

Wiener Staatsoper, 29. Oktober 2022
La Traviata, Giuseppe Verdi, Francesco Maria Piave

von Jürgen Pathy 

Etwas mehr Schmutz – den hätte es musikalisch zeitweise durchaus vertragen. An der Wiener Staatsoper leitet Thomas Guggeis, 29, gerade die aktuelle Serie von „La Traviata“, der meistgespielten Oper von Giuseppe Verdi. Höhepunkte setzt der blutjunge Dirigent erst zum Ende. Zuvor führt er zwar ein feines, beinahe schon edles Dirigat, schlüpft aber viel zu sauber in die Partitur, die durchaus mehr Derbheit vertragen könnte. Vielleicht aber auch nur, um das Regiekonzept zu unterstützen. (mehr …)

Kyle Ketelsen als Don Giovanni
Foto: Kyle Ketelsen als Don Giovanni © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Frischer Wind an der Wiener Staatsoper: Barrie Koskys „Don Giovanni“ zieht die Jugend an

Zirkus Don Giovanni. Barrie Kosky macht aus Mozarts Verführer einen durchtrainierten Gigolo und aus Leporello einen punkigen Bewegungskünstler – akrobatisch, laut, hemmungslos. Eine Inszenierung, die der Wiener Staatsoper sichtbar junges Publikum beschert. (mehr …)