Bayreuth hat seinen Wotan für 2022

VonKlassikpunk

Bayreuth hat seinen Wotan für 2022

Foto: John Lundgren © Miklos Szabo

Er hätte bereits 2020 stattfinden sollen. Coronabedingt wurde die Neuproduktion des kompletten Rings bei den Bayreuther Festspielen allerdings auf 2022 verschoben. Den Sitz der Götter scheint nun ein Schwede erobert zu haben. 

Für den Ring, der 2022 in einer Neuproduktion von Valentin Schwarz geplant ist, hat man anscheinend einen Göttervater gefunden. Nachdem Günther Groissböck sein Debüt als Wotan nicht nur in der konzertanten „Walküre” in diesem Jahr niedergelegt hat, sondern auch im nächsten Sommer nicht bereit stehen wird, wurde ja heftig nach Ersatz gesucht. Tomasz Konieczny rettete kurzfristig die diesjährige „Walküre”, die Aktionist Hermann Nitsch mit Farben bereichert. Für 2022 scheint der Pole allerdings nicht die erste Wahl zu sein.

Die besten Karten, um den Grünen Hügel zu erobern, scheint John Lundgren zu haben. Mit dem Schweden, der den Wotan zuletzt 2018 übernommen hatte, wird zurzeit bereits geprobt. Von offizieller Seite ist sein Engagement allerdings noch nicht bestätigt. Glaubt man operabase, einer Datenbank über Opernproduktionen, wird er den Wotan auch 2022 an der Wiener Staatsoper singen.

Parsifal mit Thielemann

Keine Ahnung, ob es schon irgendwo erwähnt wurde. Da in einigen „Sozialen Medien” heftig diskutiert wurde, wie der konzertante „Parsifal” am 10. August 2021 über die Bühne laufen wird: Orchester im Graben, Solisten im Halbkreis auf der Bühne. Das steht nun fest. Was bereits länger klar ist: Stephen Gould singt den Parsifal, Hügel-Veteran Georg Zeppenfeld den Gurnemanz. Als Kundry ist Petra Lang zu sehen. Die musikalische Leitung hat Christian Thielemann inne.

Wie es mit dem früheren Musikdirektor in Bayreuth weitergeht, steht noch nicht konkret fest. Thielemann wird nächstes Jahr den „Lohengrin” dirigieren. Man sei miteinander in „guten Gesprächen”, hieß es von Katharina Wagner.

Über den Autor

Klassikpunk administrator

Jürgen Pathy aka Klassikpunk, Baujahr: 1976, lebt in Wien. Von dort möchte der gebürtige Burgenländer auch nicht mehr so schnell weg. Der Grund: die kulturelle Vielfalt, die in dieser Stadt geboten wird. Seit 2017 bloggt und schreibt der Wiener für Klassik-begeistert. Sein musikalisches Interesse ist breit gefächert: Von Bach über Pink Floyd, Nick Cave und AC/DC bis zu Miles Davis und Richard Wagner findet man fast alles in seinem imaginären CD-Schrank.

    Schreibe eine Antwort

    *