Rolando Villazon verlängert Vertrag bei der Mozartwoche bis 20231 als Intendant

Mozartwoche 2026: Zahlen, Programm, Signalwirkung

Die Mozartwoche 2026 stand unter dem Motto „MOZART: LUX ÆTERNA“. Dass gleich zwei Jubiläen zusammenfielen, prägte das Festival deutlich: 270 Jahre Mozart, 70 Jahre Mozartwoche.

Rund 29.000 Besucher:innen aus 60 Ländern kamen nach Salzburg. Die Auslastung lag über 90 Prozent, jede zweite Veranstaltung war ausverkauft. Dass die Mozartwoche erneut internationales Publikum mobilisiert, zeigt der starke Zustrom aus dem DACH-Raum, den USA, sowie aus Asien, Australien und Südamerika.

Die Zauberflöte als Zugpferd

Vom 22. Jänner bis 1. Februar 2026 fanden über 70 Veranstaltungen an 14 Spielorten statt. Im Zentrum stand die Neuproduktion von „Die Zauberflöte“. Dass Oper Zugkraft besitzt, bestätigte sich klar: alle vier Vorstellungen waren frühzeitig ausverkauft, über 7.000 Besucher sahen die Produktion.

Die Inszenierung verantwortete Rolando Villazón, am Pult stand Roberto González-Monjas mit dem Mozarteumorchester Salzburg. Auf der Bühne u. a.: Kathryn Lewek (Königin der Nacht), Franz-Josef Selig (Sarastro), Magnus Dietrich (Tamino), Emily Pogorelc (Pamina).

Programm, Uraufführung, Abschiede

Dass das Festival auch programmatisch Breite suchte, zeigte das Rahmenangebot. Es gab eine Uraufführung: ein Auftragswerk des jungen Salzburger Komponisten Karim Zech. Zugleich kam es zu Abschieden: Cappella Andrea Barca und das Hagen Quartett traten letztmals bei der Mozartwoche auf.

Die Konzertprogramme waren hochkarätig besetzt. Die Wiener Philharmoniker gastierten mehrfach, u. a. mit Karina Canellakis, María Dueñas, Robin Ticciati, Magdalena Kožená, Daniel Ottensamer, Adam Fischer und Igor Levit. Weitere Akzente setzten u. a. Jordi Savall, Le Concert des Nations, Chamber Orchestra of Europe, Christina Pluhar, Philippe Jaroussky, Daniel Hope, Pierre-Laurent Aimard und Víkingur Ólafsson.

Dass die Mozartwoche mehr als Konzertbetrieb sein will, zeigte das Zusatzprogramm. Marionettentheater, Kino, Lesungen, Talks, Pubquiz und Familienformate erweiterten den klassischen Kanon.

Publikum, Tourismus und Festivalprofil

Rainer Heneis, Geschäftsführer der Stiftung Mozarteum, betont den touristischen Effekt. Dass rund 30 Prozent des Publikums neu waren, wertet er als klares Signal. Besonders internationale Gäste nutzten Mehrfachbesuche über mehrere Tage.

Rolando Villazóns Vertrag als Intendant wurde bis 2031 verlängert. Er spricht von einem Festival, getragen von internationaler Begeisterung und starker Publikumsbindung.

Ausblick: Mozartwoche 2027 – Così fan tutte

Die Mozartwoche 2027 findet vom 21. bis 31. Jänner statt. Dass Villazón den Da-Ponte-Zyklus vollendet, ist das zentrale Signal: Nach „Figaro“ (2020) und „Don Giovanni“ (2023) komplettiert der Mexikaner nun mit „Così fan tutte“. Am Pult steht Ivor Bolton mit der Camerata Salzburg. Thomas Hampson führt die erlesene Sängerbesetzung rund um Kathryn Lewek, Patricia Nolz und Kate Lindsey an.

Die Wiener Philharmoniker kehren mit drei Programmen zurück, darunter Beethovens Neunte unter Christian Thielemann. Zudem kehrt Philippe Jordan zurück ans Pult des weltberühmten Orchesters. Pianist Víkingur Ólafsson feiert sein Debüt bei der Mozartwoche.

Das Programm wird Mitte Mai veröffentlicht.

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