Österreich will Lockdown am 19. Mai beenden

VonKlassikpunk

Österreich will Lockdown am 19. Mai beenden

Foto: © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Endlich ist es soweit: Am 19. Mai können wieder Veranstaltungen stattfinden. Das gab die Regierung am Freitagnachmittag in einer Pressekonferenz bekannt. Das heißt, nicht nur Gastronomie, Sport und Tourismus sollen wieder öffnen, sondern auch die Theater, Opernhäuser und Konzertsäle des Landes.

Erstmal mit beschränkter Zuschauerzahl, aber egal: Endlich wieder das Staatsopernrochester live hören. Endlich wieder die weltbesten Sänger und Sängerinnen live spüren und fühlen. Zumindest, wenn die Ankündigungen umgesetzt werden, die Bundeskanzler Kurz und sein Regierungsteam heute veröffentlicht haben. „Das Licht am Ende des Tunnels wird heller“, verkündete Kurz zu Beginn der Pressekonferenz im Wiener Weltmuseum.

Kultur und Veranstaltungen

„Vorhang auf, die Bühnenlichter gehen an“, sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). Tatsächlich ist im Kulturbereich nun auch wieder vieles erlaubt. „Ich freue mich wirklich“, sagte er. Wie in vielen anderen Bereichen, gelten auch in der Kultur bestimmte Restriktionen. Konkret sehen die Maßnahmen wie folgt aus:

  • FFP2-Maskenpflicht
  • Sperrstunde um 22 Uhr
  • Negatives Testergebnis, Impfzertifikat oder eine Bestätigung über eine durchgemachte Krankheit
  • Registrierung mit Namen und Kontaktdaten

Wer kein Testergebnis mit hat, soll ähnlich wie in der Gastronomie Vorort getestet werden. Grundsätzlich muss ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden – zumindest außerhalb eines zugewiesenen Sitzplatzes. Zwischen Besuchergruppen muss mindestens ein freier Sitzplatz sein.

Zuschauerzahlen sind beschränkt. Bei behördlich genehmigten Veranstaltungen, die ein Sicherheitskonzept vorweisen, sind outdoor maximal 3000 Personen erlaubt. Im Indoor Bereich liegt die maximale Zuschauerzahl bei 1500 Personen. Damit sind auch Messen und Kongresse wieder möglich. Bei Veranstaltungen, die keine zugewiesenen Sitzplätze aufweisen, liegt die maximale Zuschauerzahl bei 50 Personen (indoor und outdoor). Ab 51 Personen braucht es eine Bewilligung durch die Gesundheitsbehörde. Veranstaltungen ab elf Personen sind anzeigepflichtig

Die Reaktionen der Branche

Nach fast einem halben Jahr der Schließung freut sich Staatsoperndirektor Bogdan Roščić, endlich wieder vor Livepublikum spielen zu dürfen. Auch wenn man zahlreiche Vorstellungen für TV, Streaming und Radio erfolgreich zur Aufführung gebracht habe, sei es dennoch nicht mit einem vollen Haus zu vergleichen. Die Freude der ganzen Belegschaft sei groß, lies er auf der Homepage der Wiener Staatsoper verlautbaren.

Um die Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können, arbeite man bereits auf Hochtouren. Über Termine, Vorstellungen und Kartenverkaufsmöglichkeiten soll bald berichtet werden. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, kann auch den Newsletter der Wiener Staatsoper abonnieren: https://fal.cn/Newsletter_Anmeldung

Auf der Facebook-Seite der Wiener Staatsoper ist zu lesen:

Andere Kulturinstitutionen zeigen sich ebenso erfreut. “Ohne Worte, einfach nur Freude und Vorfreude auf ein kultur- und kunstreiches Aufleben!”, ist auf der Facebookseite des Theater an der Wien. Der Musikverein Wien lässt verlautbaren, mit großer Freude habe man die heutige Entscheidung der Bundesregierung verfolgt. Und das Team des Wiener Konzerthaus schreibt auf Facebook: “Heute dürfen wir uns über einen Lichtblick nach Monaten des Ausharrens freuen!!!”

Bleibt nur zu hoffen, dass alles nach Plan läuft. Erst, wenn es wirklich soweit ist, werden die meisten es vermutlich auch glauben können…

Über den Autor

Klassikpunk administrator

Jürgen Pathy aka Klassikpunk, Baujahr: 1976, lebt in Wien. Von dort möchte der gebürtige Burgenländer auch nicht mehr so schnell weg. Der Grund: die kulturelle Vielfalt, die in dieser Stadt geboten wird. Seit 2017 bloggt und schreibt der Wiener für Klassik-begeistert. Sein musikalisches Interesse ist breit gefächert: Von Bach über Pink Floyd, Nick Cave und AC/DC bis zu Miles Davis und Richard Wagner findet man fast alles in seinem imaginären CD-Schrank.

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