Klosters Music 2026: Schiff, Eberle und Terfel

Vom 31. Juli bis 9. August steht der Schweizer Ferienort Klosters wieder im Zeichen der Klassik. Die achte Ausgabe von Klosters Music 2026 trägt das Motto „Ikonen“ – und bringt mit Sir Bryn Terfel, Veronika Eberle, Maurice Steger und Sir András Schiff einige ziemlich große Namen nach Graubünden.

Gleichzeitig markiert das Festival einen Einschnitt: David Whelton verabschiedet sich nach dieser Ausgabe als künstlerischer Leiter. Ab 2027 übernimmt Christoph Müller die künstlerische Verantwortung.

Das Konzept bleibt dabei angenehm überschaubar: große Orchesterkonzerte an den beiden Wochenenden, dazwischen Kammermusik und Rezitals in kleineren Spielstätten. Keine Festivalmaschinerie mit hundert Terminen gleichzeitig, sondern ein konzentriertes Programm.

Beethoven zum Auftakt

Eröffnet wird Klosters Music am 31. Juli von der Camerata Salzburg unter Antonello Manacorda. Mit Beethovens Fünfter steht dabei gleich eines jener Werke auf dem Programm, für die das Festivalmotto „Ikonen“ kaum erklärt werden muss.

Dazu spielt Lukas Sternath Mozarts Klavierkonzert d-Moll KV 466. Der junge österreichische Pianist gehört längst zu den spannendsten Namen seiner Generation – und dürfte gerade in diesem Mozart-Konzert einiges zu sagen haben.

Am 1. August wird es ungewöhnlicher: Der Akkordeonist Srdjan Vukašinović trifft auf das Londoner Septura Brass Septet.

„Amadeus“, Schiff und viel Kammermusik

Zu den Publikumsmagneten zählt erwartungsgemäß das Filmkonzert „Amadeus“ – in Concert am 2. August. Kurz vor Festivalbeginn waren dafür nur noch wenige Karten erhältlich.

Andere Termine waren bereits ausverkauft: das Konzert des Pacific Quintet am 4. August im Atelier Bolt ebenso wie Sir András Schiffs Solorezital „Bach pur“ am 6. August in der Kirche St. Jakob.

Wer Schiff dennoch erleben möchte, bekommt am selben Abend eine zweite Gelegenheit. Gemeinsam mit seiner ehemaligen Studentin Chloé Jiyeong Mun widmet er sich unter dem Titel „Mit vier Händen“ Schuberts Musik für Klavier zu vier Händen.

Auch der 5. August ist hochkarätig besetzt: Rainer Honeck, Konzertmeister der Wiener Philharmoniker, spielt gemeinsam mit Cellistin Julia Hagen und Pianist Herbert Schuch Kammermusik von Beethoven und Schubert.

Ein letzter Elgar für David Whelton

Für die beiden Schlusskonzerte reist die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen nach Klosters. Am Pult steht der britische Dirigent Duncan Ward.

Am 8. August spielt Boris Giltburg Tschaikowskys berühmtes erstes Klavierkonzert in b-Moll. Einen Tag später gehören Veronika Eberle und Bratschist Timothy Ridout in Mozarts Sinfonia concertante die Soloparts.

Zum eigentlichen Abschiedsstück für David Whelton werden schließlich Edward Elgars „Enigma-Variationen“. Mit ihnen endet nicht nur die achte Festivalausgabe, sondern auch Wheltons Zeit an der Spitze von Klosters Music.

Ab 2027 beginnt mit Christoph Müller dann ein neues Kapitel.

Klosters Music 2026
31. Juli bis 9. August 2026
Klosters, Graubünden

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