Die erste Frau bei einer Festspielpremiere in Bayreuth: Oksana Lyniv

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Die erste Frau bei einer Festspielpremiere in Bayreuth: Oksana Lyniv

Foto: Festspielchefin Katharina Wagner © Nicolas Armer / dpa / Archivbild

Premiere bei den Bayreuther Festspielen. Nach Angaben von Festspielleiterin Katharina Wagner soll mit Oksana Lyniv, nun die erste Frau bei einer Festspielpremiere in Bayreuth dirigieren. Die junge Ukrainerin, die zuletzt Chefdirigentin der Oper Graz gewesen war, soll den Fliegenden Holländer im Sommer 2021 leiten. Regie führt der Russe Dmitri Tschernjakow. „Ein spannender Wunsch-Regisseur”, wie Katharina Wagner im Gespräch mit der „Welt” ergänzte. Die Einladung nach Bayreuth bezeichnen die Dirigentin und der Opernregisseur als Höhepunkt ihrer Karriere. Nicht bestätigt: Als Senta soll angeblich die armenische Star-Sopranistin Asmik Grigorian zu hören sein, wie DW in einem Bericht schreibt. weiterlesen

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Anna Netrebko liegt im Krankenhaus: Coronavirus-Infektion!

Anna Netrebko

Foto: Anna Netrebko auf der Bühne © imago images / SKATA

So hat sich Anna Netrebko den heutigen Tag mit Sicherheit nicht vorgestellt. Der russische Opernstar, der heute seinen 49. Geburtstag feiert, hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Seit bereits fünf Tagen, das schreibt gestern der Kurier, muss sie das Krankenhaus-Bett hüten. Netrebko scheint jedoch zuversichtlich und gelassen. weiterlesen

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Unter den Linden existiert nur ein Gott: Andreas Schager

Andreas Schager

Foto: Andreas Schager © David Jerusalem

In allen Belangen eine Meisterleistung und sinnlich ausdrucksstarker Gesang. Andreas Schager – einfach eines Gottes würdig!

Richard Strauss, Ariadne auf Naxos
Staatsoper unter den Linden, 13. September 2020

von Jürgen Pathy / Klassikpunk

Freizügigkeit oder Treue. Sowohl in der Kunst als auch in der Liebe. Basierend auf Hugo von Hofmannsthals Libretto ist das die entscheidende Frage in Richard Strauss‘ Oper „Ariadne auf Naxos“. Zwischen diesen beiden Prinzipien bewegen sich die frivole Zerbinetta, die von Sarah Aristidou stimmlich akzeptabel verkörpert wird, darstellerisch viel zu harmlos, und Ariadne, die Frau, die nur einmal liebt und sich nach dem Tode sehnt. Letztere von Anna Samuil zu stürmisch, zu dramatisch und ohne jeglichen Schöngesang dargeboten. weiterlesen

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„Madama Butterfly”: Etwas unterkühlter Saisonauftakt in der Wiener Staatsoper

Foto: Antony Minghellas „Madama Butterfly” feiert Premiere an der Wiener Staatsoper © Michael Pöhn

Wiener Staatsoper, 7. September 2020
Madama Butterfly, Giacomo Puccini

Rückblick von Jürgen Pathy / Klassikpunk

Seppuku oder Harakiri. Der ehrenhafte Freitod der Samurais. Dieser wurde zur Saisoneröffnung zum Glück nur auf der Bühne der Wiener Staatsoper exekutiert. Von Cio-Cio-San, der Hauptdarstellerin in Puccinis „Madama Butterfly“, mit der Bogdan Roščić seine Ära als Direktor des Hauses eingeleitet hat. Ein Highlight hätte es werden sollen. Im Vorfeld hochgepriesen, kommt es erstens jedoch anders, und zweitens als man denkt. Vor allem Philippe Jordan und Asmik Grigorian bleiben einiges schuldig. weiterlesen

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Saisonauftakt der Wiener Staatsoper mit „Madama Butterfly” LIVE

Foto: Asmik Grigorian als Cio-Cio-San in „Madama Butterfly” an der Wiener Staatsoper © Michael Pöhn

Das lange Warten hat ein Ende! Am Montag, dem 7. September, startet die Wiener Staatsoper nicht nur in die neue Saison, sondern läutet gleichzeitig eine neue Ära ein: mit Bogdan Roščić als neuem Direktor. ORF III überträgt LIVE-zeitversetzt ab 20:15 Uhr, Radio Ö1 live ab 19:00 Uhr. Am Programm: „Madama Butterfly” (Giacomo Puccini) in einer Inszenierung des 2008 verstorbenen Regisseurs Anthony Minghella. weiterlesen

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Tomasz Konieczny: „In Bayreuth sind die späten Jahre besser als die Debüts”

Foto: Tomasz Konieczny als Telramund im Bayreuther „Lohengrin“ (2018) © Bayreuther Festspiele / Enrico Nawrath

Interview am Donnerstag: Tomasz Konieczny (Teil 2)

Von seiner großen Liebe, der Wiener Staatsoper, hat er im ersten Teil geschwärmt. Im zweiten Teil des Interviews, das Tomasz Konieczny mit klassik-begeistert.de geführt hat, verrät der gebürtige Pole, was das Besondere ist am Bayreuther Festspielhaus. Worauf man als Sänger achten muss. 2018 hat Tomasz Konieczny als Telramund sein Debüt in Bayreuth gefeiert. Was er zur aktuellen „Lohengrin“-Inszenierung zu sagen hat, mit welcher Partie er auf dem Grünen Hügel am liebsten debütiert hätte, und ob er den Wotan dort auch noch gerne singen würde, all das erzählt er im Gespräch mit Jürgen Pathy / Klassikpunk.

Herr Konieczny, Sie haben 2018 in Bayreuth debütiert. Was ist das Besondere, worauf ein Sänger in Bayreuth achten muss?

Das Festspielhaus in Bayreuth ist ein Raum, der für einen Sänger-Darsteller hervorragend ist. Und zwar in dem Sinne, dass es nicht so wahnsinnig groß ist von der Oberfläche. Die Atmosphäre, die in Bayreuth herrscht, ist sehr intim. Man braucht nicht so viel Stimme einsetzen, wie in anderen Häusern. Im Gegensatz zur Wiener Staatsoper sitzt das Orchester in Bayreuth sehr tief und ist teilweise von der Bühne bedeckt. Deshalb ist die Lautstärke um einiges geringer. Das heißt aber nicht, das wir weniger hören. Ganz im Gegenteil. Wir Sänger auf der Bühne hören alles sehr deutlich, wunderschön und klar.

Um dem Publikum ebenfalls ein hervorragendes Klang- und Hörerlebnis zu bieten, müssen wir Sänger variieren. Einige Stellen kann man in Bayreuth viel leiser singen. Andere wiederum, die singt man ganz „normal“, so wie ich es an der Wiener Staatsoper singen würde. weiterlesen

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26. August 1961: Der Tag, an dem ein “Gott” die Welt verließ

Einer der ganz Großen. Das war er ohne jeden Zweifel: Vladimir Sofronitsky. Der russische Pianist, dessen Todestag sich heute, am 26. August, bereits zum 59. Mal jährt, ist für viele eher ein Unbekannter. Dabei begeisterte er zu Lebzeiten (1901-1961) nicht nur das Publikum, sondern auch große Kollegen. Swjatoslaw Richter soll, nachdem er von Sofronitsky als Genie bezeichnet wurde, erwidert haben: „Wenn ich ein Genie bin, sind Sie ein Gott!”. weiterlesen