Adagio

[Adagio, das] ist eine musikalische Tempobezeichnung.  Es zählt zu den langsamen Tempi. Beim klassischen Aufbau einer Sonate, Sinfonie oder Streichquartett ist der zweite Satz in der Regel ein langsamer Satz, und kann somit auch ein Adagio sein. Beethoven war einer der ersten Komponisten die mit dieser Regel gebrochen haben.

Das Wort selbst kommt aus dem Italienischen und heißt so viel wie “bequem, behaglich, ruhig, langsam“.

Das Adagio ist schneller als ein Lento oder Largo, jedoch langsamer als ein Andante.

Cantabile

ist eine musikalische Bezeichnung für “singend vorgetragen, singbar, liedhaft”. Das heißt der Solist oder das Orchester soll soweit wie möglich versuchen die menschliche Gesangsstimme nachzuahmen.

Klaviermusik

In der Klaviermusik steht cantabile oft auch für eine Melodie (rechte Hand) in langsamen Tempo (zBsp. Adagio), die gegenüber der Begleitung (linke Hand) hervorgehoben wird.

Oper

[Cantabile, das]In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Beginn einer Opern-Arie. Die Cabaletta ist hingegen der zweite Teil einer Arie. Das Cantabile war in gemäßigtem Tempo gehalten. Die Cabaletta wiederum schneller und virtuoser.

Feuilleton

[Feuilleton, das] ist der Kultur, Literatur und Unterhaltungsteil von Zeitungen. Folglich werden im Feuilleton hauptsächlich Kunstbeiträge wie Musik, Literatur, Bildende Kunst & Theater veröffentlicht. Zum Beispiel Kritiken zu Büchern, CDs, Konzerten, Ausstellungen. Jedoch auch Termine von Neuerscheinungen (Bücher, CDs, Konzerte), Künstlergespräche u.v.m

Einer der bedeutendsten Musikkritiker, Prof. Joachim Kaiser, war lange Zeit Chef des Feuilleton der Süddeutschen Zeitung.

Oeuvre

[Oeuvre, das] ist das Gesamtwerk eines Künstlers. D.h. alle Kompositionen eines Komponisten. Bsp.: Bei Mozart wären das 626 Musikstücke/Werke.

Andere Bezeichnungen für Oeuvre (Synonyme) = Gesamtwerk, Opus, Lebenswerk, Schöpfung, Kreation

Rezital

Ein Konzert das

a) von einem einzigen Musiker, einem Solisten, vorgetragen wird

oder

b) aus Werken eines einzigen Komponisten besteht

Eine Darbietung des Kunstlieds – mit oder ohne Klavierbegleitung – kann auch als Gesangsrezital bezeichnet werden.

 

Romantik

[Romantik, die] ist eine kulturgeschichtliche Periode die ca von 1820 bis 1920 dauerte. Es setzen sich verstärkt kürzere Musikformen durch – Intermezzos, Impromptus, Nocturnes, Arabesken, Capriccios, Romanzen, Lieder und anderes. Was bereits in den späten Sinfonien und Klaviersonaten von Beethoven seinen Anfang nahm wird nun zur Normalität. Denn die starren Formen der Wiener Klassik (Sonatensatzform) werden durchbrochen. Sonaten und Sinfonien genießen eine größere Formenfreiheit (Bsp.: fünfsätzige Sinfonien). Bevorzugt werden wenige Themen immer wieder verarbeitet (Bsp Variationen). Die Musik der Romantik teilt sich jedoch in drei Epochen: Frühromantik, Hochromantik und Spätromantik.

Frühromantik:

Bekannte Komponisten der Frühromantik waren vor allem Franz Schubert, Carl Maria von Weber, Johann Nepomuk Hummel und Niccolo Paganini. Jedoch schon Beethoven war ein Wegbereiter von der Wiener Klassik zur Romantik. Der weltberühmte Pianist Arthur Rubinstein hat es mal etwas provokant so formuliert: “Chopin war im Grunde kein Romantiker. Beethoven hingegen war der erste Romantiker”. In Italien erlebten die Belcanto Opern ihren Aufstieg. . Bedeutende Vertreter waren Vincenzo Bellini, Gaetano Donizetti und Gioachino Rossini.

Hochromantik:

Bekannte Vertreter der Hochromantik waren der polnische Komponist Frederic Chopin, der Deutsche Robert Schumann sowie Felix Mendelssohn Bartholdy und Hector Berlioz. Damit sind meines Erachtens auch einige der bekanntesten und beliebtesten Komponisten genannt. Denn Chopins als auch Robert Schumanns Klaviermusik zählen zum Pflichtprogramm eines jeden Pianisten.

Spätromantik:

Wichtige Vertreter der Spätromantik sind vor allem der Deutsche Johannes Brahms, Franz Liszt, der Österreicher Antonin Dvorak, Anton Bruckner sowie Richard Wagner, Gustav Mahler, Sergej Rachmaninow und Richard Strauss.