Kategorien-Archiv Wiener Staatsoper

Klassikpunk VonKlassikpunk

Buh-Orkan für Ebolis Traum an der Wiener Staatsoper

Jonas Kaufmann (Don Carlos) und Igor Golovatenko (Rodrigue) in der Wiener Staatsoper

Foto: Jonas Kaufmann (Don Carlos) und Igor Golovatenko (Rodrigue) in der Wiener Staatsoper © Michael Pöhn

Giuseppe Verdi, Don Carlos
Wiener Staatsoper, 27. September 2020

von Jürgen Pathy / Klassikpunk

Verdi auf Französisch – nein, danke! Mag es zwar löblich sein, dass Bertrand de Billy das Original mühevoll rekonstruiert hat, die volle Wirkung kann Verdis Meisterwerk im Grunde nur in italienischer Sprache entfachen. Vor allem emotional und musikalisch. Die Rede ist von „Don Carlos“. Nicht umsonst hat Verdi sich die Arbeit angetan, die Grande opéra im klassischen Stil zu kürzen und zu streichen. Für die italienische Neugestaltung, die 1884 an der Mailänder Scala aufgeführt wurde, nahm er nicht nur einige Änderungen vor, sondern eliminierte die Hälfte der Musik und komponierte ein Drittel zur Gänze neu. weiterlesen

Klassikpunk VonKlassikpunk

Wiener Opernball 2021 abgesagt!

Foto: 2021 wird es keinen Einzug der Debütanten und Debütantinnen beim Opernball geben © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

In Absprache mit der österreichischen Bundesregierung wurde der Opernball 2021 abgesagt. Das wurde soeben auf der Homepage der Wiener Staatsoper veröffentlicht. Der Grund: Corona!
 
„Es tut uns allen sehr leid”, schreibt Direktor Bogdan Roščić . Aufgrund der aktuellen Situation rund um COVID-19 kann der gesellschaftliche Höhepunkt der Ballsaison, der für den 11. Februar 2021 geplant war, nicht stattfinden. „Durch diese Absagen werden im Spielplan des Hauses, nicht zuletzt durch den Wegfall der extrem aufwendigen Auf- und Abbauarbeiten, insgesamt vier Tage frei”, fügt der neue Staatsoperndirektor hinzu. „Wir werden diese für ein Alternativprogramm nutzen, unter spezieller Berücksichtigung des jungen Publikums.” Die trifft die Absage ebenso. Die Zauberflöte für Kinder, die traditionell im umgebauten Saal stattfindet, muss ebenfalls abgesagt werden.
Der Direktor begrüßt aus diesem Grund auch, dass „die Entscheidung zur Absage frühzeitig gefallen ist. Ebenso wichtig ist für die Staatsoper die Zusage von Staatssekretärin Andrea Mayer, dass der Eigentümer den Einnahmeverlust abdecken wird.”

Spielbetrieb nicht betroffen

Der aktuelle Spielbetrieb sei nicht betroffen., sagt Grünen-Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer. Die Sicherheits- und Präventionskonzepte der Kultureinrichtungen seien „vorbildhaft“, und sie sei überzeugt, dass das Risiko bei Kulturveranstaltungen mit entsprechenden Konzepten und fixen Sitzplänen „ein vertretbares“ sei.
Abschließend schreibt Roščić: „Wir alle hoffen, dass wir im Februar 2022 wieder einen glänzenden Opernball veranstalten können.”

 

 

Klassikpunk VonKlassikpunk

„Madama Butterfly”: Etwas unterkühlter Saisonauftakt in der Wiener Staatsoper

Foto: Antony Minghellas „Madama Butterfly” feiert Premiere an der Wiener Staatsoper © Michael Pöhn

Wiener Staatsoper, 7. September 2020
Madama Butterfly, Giacomo Puccini

Rückblick von Jürgen Pathy / Klassikpunk

Seppuku oder Harakiri. Der ehrenhafte Freitod der Samurais. Dieser wurde zur Saisoneröffnung zum Glück nur auf der Bühne der Wiener Staatsoper exekutiert. Von Cio-Cio-San, der Hauptdarstellerin in Puccinis „Madama Butterfly“, mit der Bogdan Roščić seine Ära als Direktor des Hauses eingeleitet hat. Ein Highlight hätte es werden sollen. Im Vorfeld hochgepriesen, kommt es erstens jedoch anders, und zweitens als man denkt. Vor allem Philippe Jordan und Asmik Grigorian bleiben einiges schuldig. weiterlesen

Klassikpunk VonKlassikpunk

Saisonauftakt der Wiener Staatsoper mit „Madama Butterfly” LIVE

Foto: Asmik Grigorian als Cio-Cio-San in „Madama Butterfly” an der Wiener Staatsoper © Michael Pöhn

Das lange Warten hat ein Ende! Am Montag, dem 7. September, startet die Wiener Staatsoper nicht nur in die neue Saison, sondern läutet gleichzeitig eine neue Ära ein: mit Bogdan Roščić als neuem Direktor. ORF III überträgt LIVE-zeitversetzt ab 20:15 Uhr, Radio Ö1 live ab 19:00 Uhr. Am Programm: „Madama Butterfly” (Giacomo Puccini) in einer Inszenierung des 2008 verstorbenen Regisseurs Anthony Minghella. weiterlesen

Klassikpunk VonKlassikpunk

Besondere Führungen: Die Magie der Wiener Staatsoper

Foto: © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Führung durch die Wiener Staatsoper, 7. August 2020

von Jürgen Pathy / Klassikpunk

Wenn schon keine Oper, dann zumindest eine Führung. Gestern wurde mir diese Ehre in der Wiener Staatsoper zu teil. Eher zufällig als geplant. Auf dem Weg zum Tirolerhof, einem traditionellen Wiener Cafehaus mit Blick auf die Oper, wurde ich magisch angezogen – von einer offenen Tür in das geliebte Opernhaus, das ich seit Monaten nicht mehr betreten durfte. Coronabedingt hat die Wiener Staatsoper seit März des Jahres ihre Pforten verschlossen gehabt. Die Sehnsucht war also groß. Einmal den Kopf durch die Tür gesteckt, schon war es um mich geschehen – die magnetische Anziehungskraft dieses Hauses ist einfach zu groß. weiterlesen

Klassikpunk VonKlassikpunk

Ciao Dominique! Letzte „Melange mit Meyer”

Dominique MEyer vor dem Sperling im Augarten

Foto: Dominique Meyer vorm Sperling im Augarten © Jürgen Pathy

Sperling im Augarten, 30. Juni 2020
Melange mit Meyer

von Jürgen Pathy / Klassikpunk

Am letzten Tag, an dem er noch offiziell Direktor der Wiener Staatsoper ist, hat er sich nochmals zwei Stunden Zeit genommen. Zeit, um sich von seinen Hörern bei Radio Klassik Stephansdom zu verabschieden. Bei der sogenannten „Melange mit Meyer”, einer Sendung die bereits zum 99. mal ausgestrahlt wird, aber erst zum vierten Mal vor Live-Publikum, stellt Dominique Meyer nicht nur seine liebsten Musikwerke vor, sondern schmückt sie mit einer Anekdote, einer persönlichen Erinnerung oder lässt seinen Gedanken einfach nur freien Lauf. Dieses Mal an einem besonderen Ort: Vor rund 50 Gästen, die bei freiem Eintritt live dabei sind, im geschmackvoll, hellem Ambiente des Sperling im Augarten. Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert und Ludwig van Beethoven haben hier schon musiziert. Letzterer hat hier mit George Bridgetower die „Kreutzer“-Sonate uraufgeführt. weiterlesen

Klassikpunk VonKlassikpunk

Programm der Wiener Staatsoper 2020/21: Ein Spagat zwischen progressiven und zeitlosen Produktionen

Foto: © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Bogdan Roščić holt Anna Netrebko, Jonas Kaufmann und Elīna Garanča.

Die offizielle Präsentation des Programms der Saison 2020/21 ist zwar erst heute Abend in ORF III via LIVESTREAM (21:30 Uhr) zu verfolgen, die Verantwortlichen der Wiener Staatsoper haben jedoch die Spannung herausgenommen. Heute Nacht wurde der komplette Spielplan der Wiener Staatsoper auf deren Homepage veröffentlicht. Und der verspricht Großes! Zehn Premieren stehen auf dem Programm. Die sollen unter anderem dazu beitragen, dass die Staatsoper nicht mehr ein Hort der Konventionen, sondern ein Magnet spannender Entwicklungen werde, so Bogdan Roščić im Standard. weiterlesen