Currentzis riskiert und gewinnt | Salzburger Festspiele (2017)

La Clemenza di Tito, Salzburger Festspiele 2017 | Klassikpunk
(© Salzburger Festspiele / Ruth Walz)

Salzburger Festspiele 2017, “La Clemenza di Tito”, Wolfgang Amadeus Mozart

Musikalische Leitung: Teodor Currentzis
Regie: Peter Sellars

Tito Russel Thomas
Sesto Marianne Crebassa
Vitellia Golda Schultz
Servilia Christina Gansch
Annio Jeanine de Bique
Publio Williard White


Mit einer Neuinszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts letzter Oper „La Clemenza di Tito” fordern die Salzburger Festspiele wieder die führende Rolle in der Klassik Welt – das muss im erfolgsverwöhnten Salzburg auch der Anspruch sein, für Mittelmaß darf hier kein Platz sein. Mit diesem aufsehenerregenden „Titus” stellt die renommierte Festspielstadt wieder den Anspruch auf den Thron! “Currentzis riskiert und gewinnt | Salzburger Festspiele (2017)” weiterlesen

“Heiligenstädter Testament” – Taubheit und Selbstmordgedanken | Ludwig van Beethoven (1802)

[Musik: “Adagio Cantabile” der Sonate für Klavier und Violine Nr. 7 in c-Moll, op. 30 Nr. 2, (1802)]

Das Heiligenstädter Testament

Das Heiligenstädter Testament ist ein resignativer Monolog des noch relativ jungen Ludwig van Beethoven (getauft 17. Dezember 1770 in Bonn ; † 26. März 1827 in Wien,). Zu Blatt gebracht hat es der große Meister am 6. und 10. Oktober 1802; mit hoher Wahrscheinlichkeit im Haus der Probusgasse 6 im 19. Wiener Gemeindebezirk (Beethoven-Museum) – damals jedoch noch Herrengasse 6 im Wiener Vorort Heiligenstadt. Der Grund seines Aufenhalts in Heiligenstadt war eine bekannte Heilquelle. Beethoven erhoffte sich nicht nur die Besserung seines Gehörleidens, sondern auch seiner ständigen Magen-Darm-Probleme, samt heftigen Koliken.

Obwohl gefaltet und versiegelt, wurde der Brief (Heiligenstädter Testament) niemals abgeschickt. Gerichtet ist der Brief an seine Brüder Kaspar Karl und Nikolaus Johann van Beethoven. Ein wahrlich ergreifendes Dokument. Über Schwächen und den Tod sprechen wir selten,  als gäbe es diese treuen Begleiter des Menschen nicht.  Genauso wird Beethoven all zu gerne als heroischer, wilder Draufgänger dargestellt. Wer kennt sie denn nicht, die Bilder mit zersaustem, zu Berge stehendem Haar, der Blick aggressiv?! ““Heiligenstädter Testament” – Taubheit und Selbstmordgedanken | Ludwig van Beethoven (1802)” weiterlesen

Adagio des Klarinettenkonzert in A-Dur | W. A. Mozart (1791)


Hallo meine lieben Freunde der schönen, gepflegten Musik.

Den heutigen Eintrag widme ich einem der größten Komponisten aller Zeiten – Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791).  Ich habe lange überlegt ob ich schon so zeitig mit Mozart fortfahren soll, denn er ist einer der Komponisten, der am schwersten zu erfassen und zu verstehen ist – zumindest ich habe diese Erfahrung gemacht. Es hat seine Zeit gedauert bis das große Genie und meine Wenigkeit zu Freunden wurden. Mozart ist entgegen der weitläufigen Meinung für Einsteiger weniger geeignet. Zumindest große Teile seines Oeuvre. Dennoch sind viele seiner langsamen Sätze von so bezaubernder Schönheit, dass sie keinem Menschen vorenthalten werden dürfen. “Adagio des Klarinettenkonzert in A-Dur | W. A. Mozart (1791)” weiterlesen