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Die Jeunesse – vorsichtig optimistisch in den Neustart!

Die niederösterreichische Trompeterin Selina Ott,

Foto: Eine der “Featured Artists “der Jeunesse 2020/21: Die niederösterreichische Trompeterin Selina Ott,

Die Jeunesse blickt wieder optimistisch in die Zukunft.  Die Planung und Adaptierung des Saisonprogramms kann im gesamten Bundesgebiet wieder aufgenommen werden. Das aktualisierte Programm wird im Herbst 2020 veröffentlicht.

Noch vor wenigen Wochen hieß es, man müsse aufgrund der Coronakrise das Programm auf Wien reduzieren. Nach intensiven und konstruktiven Gesprächen mit Subventionsgebern und Partnern scheinen die Probleme nun gelöst. Die Jeunesse dürfte ihr geplantes Programm bundesweit umsetzen können. Zumindest blicke man nun „optimistisch in die Zukunft”, heißt es von Seiten der Jeunesse. Die Jeunesse ist einer der wichtigsten  Musikveranstalter für Kinder- und Jugendkonzerte in ganz Österreich. weiterlesen

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Ciao Dominique! Letzte „Melange mit Meyer”

Dominique MEyer vor dem Sperling im Augarten

Foto: Dominique Meyer vorm Sperling im Augarten © Jürgen Pathy

Sperling im Augarten, 30. Juni 2020
Melange mit Meyer

von Jürgen Pathy / Klassikpunk

Am letzten Tag, an dem er noch offiziell Direktor der Wiener Staatsoper ist, hat er sich nochmals zwei Stunden Zeit genommen. Zeit, um sich von seinen Hörern bei Radio Klassik Stephansdom zu verabschieden. Bei der sogenannten „Melange mit Meyer”, einer Sendung die bereits zum 99. mal ausgestrahlt wird, aber erst zum vierten Mal vor Live-Publikum, stellt Dominique Meyer nicht nur seine liebsten Musikwerke vor, sondern schmückt sie mit einer Anekdote, einer persönlichen Erinnerung oder lässt seinen Gedanken einfach nur freien Lauf. Dieses Mal an einem besonderen Ort: Vor rund 50 Gästen, die bei freiem Eintritt live dabei sind, im geschmackvoll, hellem Ambiente des Sperling im Augarten. Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert und Ludwig van Beethoven haben hier schon musiziert. Letzterer hat hier mit George Bridgetower die „Kreutzer“-Sonate uraufgeführt. weiterlesen

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Interview mit Lucio Golino, Maestro suggeritore an der Wiener Staatsoper: „Überall wird mit Wasser gekocht”

Lucio Golino

Foto: Lucio Golino

Interview mit Lucio Golino, der als Maestro suggeritore an der Wiener Staatsoper und bei den Bayreuther Festspielen arbeitet.

Sagen Sie niemals Souffleur zu ihm. Der Maestro suggeritore kann viel mehr als nur „einsagen“, schrieb der Kurier in einer Sonderausgabe zum 150. Jubiläum der Wiener Staatsoper. Lucio Golino ist einer von ihnen. Er spricht zwei Fremdsprachen, ist quasi der Dirigent für die Sänger und hat eine Ausbildung als Kapellmeister. Ohne ihn ginge in einem Haus, wie der Wiener Staatsoper, wo beinahe an 300 Tagen im Jahr eine Aufführung stattfindet, wenig. Die Sänger verlassen sich auf ihn. Der Maestro ist Freund, Stütze und Sicherheitsnetz zugleich. Er schenkt ihnen die absolute Aufmerksamkeit, wiegt sie in Sicherheit und schützt sie vor dem Totalausfall. Und sie danken es ihm auch. weiterlesen

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Auf dem Sofa ins Konzert oder in die Oper – kostenlose Streamingportale

Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper, Metropolitan Opera, Berliner Philharmoniker oder das Gstaad Menuhin Festival, alle öffnen sie zurzeit ihre Streamingportale – und zwar kostenlos. 

Wegen Coronavirus geschlossen, liest man dieser Tage an allen Vitrinen und Türen der Kunst- und Kulturstätten des Landes. Nicht nur die Wiener Staatsoper, der Musikverein Wien oder das Wiener Konzerthaus, sondern der komplette Kulturbetrieb der Schweiz und Deutschlands wurden ebenso auf Eis gelegt. Die Ursache: Ein kleiner unsichtbarer Feind – CoVid-19, besser bekannt als Coronavirus. Was seit dem Ende des 2. Weltkriegs kein anderes Ereignis geschafft hat, ein kleiner Virus, den man nicht sehen, nicht schmecken und nicht riechen kann, hat es tatsächlich fertiggebracht. Alle kulturellen Veranstaltungen bleiben bis auf Weiters geschlossen.

Wiener Staatsoper

Foto: Wiener Staatsoper © Jürgen Pathy

Um diese schwierigen Zeiten, etwas besser zu verkraften, stellen viele ihre Streamingportale zur Verfügung – und zwar kostenlos. Das bietet auch neue Chancen. Die Wiener Staatsoper hat, seit sie ihren Online-Stream kostenlos zur Verfügung gestellt hat, rund 165.000 neue Registrierungen verzeichnet. Das hat Direktor Dominique Meyer gestern im österreichischen Rundfunk (ORF) verkündet. Über ihre Streaming Plattform www.staatsoperlive.com  zeigt das Traditionshaus am Wiener Ring täglich Aufzeichnungen früherer Opern- und Ballettvorstellungen – weltweit und, wie bereits erwähnt, kostenlos. Dabei kann dieses Online-Programm mit wenigen Ausnahmen sogar dem ursprünglich geplanten Spielplan folgen. Die Streams beginnen um 19.00 Uhr bzw. 18.00 Uhr (Die Frau ohne SchattenDer Rosenkavalier) bzw. 17 Uhr MEZ (AriodanteParsifal) und sind jeweils für 24 Stunden verfügbar. Die Kinderopern (Cinderella, Die Feen) beginnen jeweils um 11 Uhr MEZ. Aus technischen Gründen stehen in seltenen Fällen nicht alle Untertitel-Sprachen zur Verfügung.

Aber nicht nur das ehrwürdige Traditionshaus am Wiener Ring öffnet kostenlos seine Pforten – zumindest multimedial –, auch andere ziehen nach. Die New Yorker Met bietet Aufnahmen der „Live in HD”-Reihe des Opernhauses: Live-Mitschnitte von Opernaufführungen, die in hoher Qualität in Kinos rund um den Globus ausgestrahlt wurden. Die Streams können jeweils ab 19:30 Uhr EST (14:30 Uhr deutscher Zeit) auf der Website der Met abgerufen werden und sind danach für 20 Stunden verfügbar. Aufgrund der großen Nachfrage kann es zu Verzögerungen beim Laden des Streams kommen. Laut aktuellem Spielplan, den es ebenfalls auf metopera.org zu finden gibt, wird morgen, 5. April, Bellinis „Norma” ausgestrahlt. Dirigiert von Carlo Rizzi. Die Aufzeichnung stammt vom 17. Oktober 2017. In den Hauptrollen singen große Namen, wie Sondra Radvanovsky, Joyce DiDonato, Joseph Calleja, und Matthew Rose.

Foto: Sol Gabetta © Marco Borggreve

Aber auch Festivals und Orchester ziehen mit, wenn es heißt, den Durst nach Kunst, Kultur & Musik zu stillen. Neben den Berliner Philharmonikern, die ihr streamingportal Digital Concert Hall für 30 Tage kostenlos zur Verfügung stellen, hat auch das Gstaad Menuhin Festival eine eigene Streamingplattform. Unter gstaaddigitalfestival.ch hat das zweitgrößte Schweizer Musikfestival, das seit 2002 von Christoph Müller geleitet wird, einiges zu bieten. Neben Stars wie Sol Gabetta, Nuria Rial, Fazil Say und anderen, können  auch Künstler wie Ute Lemper oder Bobby McFerrin hautnah erlebt werden. „Denn gerade in der Krise ist unser Bedürfnis nach Musik existenziell“, sagt Intendant Christoph Müller. Via Social-Media zeigt der gebürtige Schweizer auch Mitgefühl mit all den freischaffenden Künstlern, „die von heute auf morgen ohne Konzerte und damit ohne Einkünfte dastehen.”

Ob der Besuch des idyllischen Saanenlandes, mit seinen bezaubernden Kirchen und Almen, dieses Jahr möglich sein wird, steht noch nicht fest.  Bislang gibt es keine offizielle Meldung, dass das Gstaad Menuhin Festival, das vom 17. Juli – 6. September 2020 stattfinden soll, gestrichen wurde. „Liebes Publikum, wir glauben an das Gute und vertrauen darauf, dass mit den aktuellen behördlichen Entscheiden der Weg geebnet wurde, um das Konzertleben in nicht allzu ferner Zukunft wieder aufnehmen zu können”, fügt Müller außerdem hinzu.

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Musikverein Wien: Christian Thielemann und die Wiener Philharmoniker schenken fruchtigen Rotwein ein

Foto: Christian Thielemann © Matthias Creutziger

Musikverein Wien, Großer Saal, 28. April 2019
Wiener Philharmoniker, Orchester
Christian Thielemann, Dirigent

Christian Mason
Eternity in an hour
Anton Bruckner
Symphonie Nr. 2 c-Moll; Fassung 1877

„Eternity in a hour” lautet das Orchesterwerk des zeitgenössischen Komponisten Christian Mason, dessen Werk unter keinem Geringeren als „Kapellmeister” – Maestro will er nicht genannt werden – Christian Thielemann, 60, und den Wiener Philharmonikern im Musikverein Wien erst zum zweiten Mal vor Publikum präsentiert wird. weiterlesen