Flötistin Ana Oltean: „Wir Interpreten müssen der Musik dienen!“

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Flötistin Ana Oltean: „Wir Interpreten müssen der Musik dienen!“

Foto: Die Rumänische Fötistin Ana Oltean hat nun Bachs Triosonaten eingespielt © Mark Baumgartner

Die rumänische Flötistin Ana Oltean hat im Sommer 2020 die Bach’schen Triosonaten eingespielt – gemeinsam mit ihrem Partner Kaspar Zehnder und Vital Julian Frey. Die CD, die anfangs des Jahres bei ARS-Produktion erschienen ist, trägt den Titel „Königsdisziplin der Barockmusik“. Weshalb und was sie mit einem großen Lottogewinn machen würde, das erzählt Ana Oltean im Interview mit Klassik-begeistert.

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Zum Geburtstag von Teodor Currentzis

Foto: Teodor Currentzis © picture alliance / Sputnik / Evgenya Novozhenina

Das Geschenk Gottes. Heute feiert einer Geburtstag, dessen Name genau das bedeutet: Teodor Currentzis. Zum 49. Geburtstag des in Griechenland geborenen Dirigenten wünscht der Klassikpunk alles nur erdenklich Gute!

Mag es auch das letzte Mal sein, dass er die Ziffer 4 vorne stehen hat. So denke ich doch gerne an die Worte zurück, die ein „Bekannter” einer Freundin mal geäußert hat: „Was sind schon ein paar Jahre, wenn die Seele eine Ewigkeit lebt.”

In diesem Sinne: Danke, dass du geboren wurdest, Teodor Currentzis!

Pathys Stehplatz (1) – Ein Brief an Mozart: „Da hättest schön geschaut!“

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Stefan Mickisch ist tot

Foto: Stefan Mickisch am Klavier in seiner Villa in Schwandorf © Reinhold Willfurth

Stefan Mickisch ist tot. Wie zu lesen ist, ist der Pianist und bekannte Wagner-Spezialist gestern “plötzlich” in Schwandorf verstorben. Mickisch wurde gerade mal 58 Jahre alt. Eine Nachricht, die die Wagner-Gemeinde weltweit schwer getroffen hat – das lassen die vielen Nachrichten und Postings auf den Social-Media-Kanälen erahnen. Woran Mickisch verstorben ist, wurde noch nicht veröffentlicht.

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Weltklasse-Bariton Tomasz Konieczny: Ich rechne fest damit, dass die Menschen zum Baltic Opera Festival kommen

Foto: Opera Leśna Sopot (“Waldoper) in Sopot, wo das Baltic Opera Festival diesen Sommer stattfinden wird © Taiyo Europe

Obwohl er eigentlich Regisseur werden wollte, landete er bei der Musik – quasi zufällig, wie er sagt. Der polnische Bassbariton Tomasz Konieczny singt an allen bedeutenden Opernhäusern dieser Welt. Zumindest, wenn es die Corona-Auflagen erlauben, wie in Spanien. Ab 13. Februar singt Konieczny am Teatro Real Madrid. Nicht irgendeine Partie, sondern seine “Lebensaufgabe”, wie er sie nennt: den Wotan (sprich Wanderer) im “Siegfried”. Darüber und über das Baltic Opera Festival in Polen, dem er in diesem Sommer als künstlerischer Leiter vorstehen wird, sprach Tomasz Konieczny mit klassik-begeistert.

Interview: Jürgen Pathy (Klassikpunk)

Klassik-begeistert: Grüß Sie, Herr Konieczny. Sie proben gerade im Teatro Real Madrid den “Siegfried”, den dritten Teil des “Rings des Nibelungen” von Richard Wagner. Was sind die ersten Worte, die Ihnen dazu einfallen?

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Programm-Präsentation des Gstaad Menuhin Festival 2021

Foto: Juan Diego Flórez, der beim 65. Gstaad Menuhin Festival berühmte Arien singen wird  © Manfred Baumann

Star-Aufmarsch beim 65. Gstaad Menuhin Festival. Christoph Müller, der künstlerische Leiter des Festivals, präsentiert arrivierte Namen, Newcomer, sowie seinen persönlichen Geheimtipp.

von Jürgen Pathy / Klassikpunk

Der Krise kann man auch was Positives abgewinnen. Davon ist Christoph Müller überzeugt. Der künstlerische Leiter des Gstaad Menuhin Festivals, dem er seit über 20 Jahren verbunden ist, betont: „Jetzt erst wird den Menschen bewusst, wie selbstverständlich es gewesen ist, dass es Konzerte gibt!” Denn zurzeit ist nichts, wie wir es gewohnt sind.

Letzte Saison musste das Gstaad Menuhin Festival abgesagt werden. Die Präsentation des diesjährigen Programms findet digital statt, per Videobotschaft. Die Ursache ist bekannt: Corona. „Umso mehr freuen wir uns, im Sommer 2021 wieder Live-Konzerte erleben zu können”, verkündet Müller voller Optimismus. Beim 65. Gstaad Menuhin Festival, das vom 16. Juli – 4. September stattfindet, locken wieder große Namen: Von Valery Gergiev über Juan Diego Flórez bis hin zu Jazz-Altmeister Chick Corea, der in den Schweizer Bergen seinen 80. Geburtstag feiert.

Sicherheit und Gesundheit haben oberste Priorität

Die Gesundheit hat Vorrang. Die Kirchen, in denen viele der insgesamt rund 45 Konzerte stattfinden, werden im Sommer 2021 maximal zu 50 Prozent belegt. Pausen: Fehlanzeige. Um die Publikumsbewegungen zu minimieren, begründet Christoph Müller die Restriktionen. Einzelne Konzerte, die in den Kirchen stattfinden, werden doppelt gespielt. Vermutlich, um einer größeren Anzahl von Besuchern Zutritt zu gewähren.

Kirche Saanen

Foto: Die Kirche Saanen, die umgeben ist vom bezaubernden Ambiente der Schweizer Berge © Raphael Faux

Fünf Konzerte mit größeren Ensembles werden von Beginn an ins Festival-Zelt in Gstaad verlegt, wo die Kapazität auf 700 Personen beschränkt wird. Zumindest bei diesen Konzerten. Die Sinfonie-Konzerte, die ebenfalls im Festival-Zelt stattfinden, dürfen hingegen vor bis zu 1200 Personen gespielt werden (gegenüber 1800 in normalen Zeiten). Um die notwendigen Abstände zwischen den Besuchergruppen zu wahren, wird es blockierte Plätze geben. In Summe ein Sicherheitskonzept, das sich auch andernorts bewährt hat.

Ein Sommer als Hommage an London

Der Schwerpunkt des 65. Gstaad Menuhin Festival liegt auf London. Zu Ehren von Lord Yehudi Menuhin, der das Festival 1957 aus dem Boden gestampft hat. In London ließ sich Menuhin mit seiner zweiten Ehefrau nieder.

Die Bandbreite des Festivals 2021 reicht von Purcell bis zu den Beatles und zur Uraufführung einer Auftragskomposition. Dafür versammeln sich unter anderen Anne Sofie von Otter, Thomas Hampson, Hélène Grimaud, Julia Fischer und Valery Gergiev. Zudem gibt es, ganz im Geiste Menuhins, ein Academy-Angebot, Entdecker-Programme für Familien und das ganzjährige „Gstaad Digital Festival“.

Valery Gergiev

Foto: Valery Gergiev und das Mariinsky Orchester spielen Prokofjew, Mendelssohn und Sibelius © Marco Borggreve

Fast schon zu den Stammgästen zählen Sol Gabetta, Patricia Kopatschinskaya und Jaap van Zweden, der das Gstaad Festival Orchestra leiten wird. Außerdem beehrt eine ganz Große wieder die Bühne. Maria João Pires, die spanische Pianistin, die ihre Konzertlaufbahn offiziell eigentlich schon beendet hatte, spielt Beethoven und Chopin. Weiters zu erwähnen: Khatia Buniatishvili, Alice Sara Ott, Bertrand Chamayou und Daniel Hope, der 3 Kammermusikkonzerte (u.a Elgar, Britten) spielen wird.

Ergänzt wird das Programm durch eine Opernproduktion. Zwar nur halbszensich, aber immerhin. Für Bellini’s „I puritani” am 28. August stehen große Namen bereit: Lisette Oropesa, die Anfang der Saison ihr umjubeltes Debüt in der Wiener Staatsoper feierte. Javier Camarena, der die hohen C’s nur so mit einer Leichtigkeit hinausschleudert. Und Erwin Schrott, den man vermutlich niemandem mehr vorstellen muss.

Die Geheimtipps

Neben den vielen arrivierten Namen erwähnt Christoph Müller noch seine „Geheimtipps”. Darunter das Belcea Quartet, das vielen bereits bekannt sein dürfte, und englische A-cappella-Chöre. Seine heißeste Aktie, schwärmt Christoph Müller, sei jedoch die junge Pianistin Marie-Ange Nguci. Die gebürtige Albanerin, die am Pariser Konservatorium studiert hat, habe ihn sofort in ihren Bann gezogen. „Die Sanftheit ihres Anschlags hat mich derart überzeugt, dass ich davon ausgehe, sie wird mal eine ganz große Pianistin”, gibt sich Müller sicher.

Foto: Marie Ange Nguci, die laut Christoph Müller das Zeug hat, um eine der Großen zu werden © Caroline Doutre

Das komplette Progamm gibt es auf der hompegae des Gstaad Menuhin Festivals.

Jürgen Pathy / Klassikpunk, 04. Februar 2021, für klassik-begeistert.de und klassik-begeistert.at

Pathys Stehplatz (1) – Ein Brief an Mozart: „Da hättest schön geschaut!“

 

 

 

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Pathys Stehplatz (1) – Ein Brief an Mozart: „Da hättest schön geschaut!“

Grüß Dich, lieber Wolfgang!

Ich denke, Du hättest kein Problem damit, wenn wir per Du wären. Da bin ich mir ganz sicher. Jeder, der Deine Briefe kennt und weiß, was für ein cooler, unangepasster Zeitgenosse Du gewesen bist, dem sollte das klar sein. „Scheiß Dir nichts“, um in Deiner Sprache zu bleiben.

Heute, am 27. Januar 2021 würdest Du Deinen 265. Geburtstag feiern. Ich weiß jedoch nicht, ob das so ein Jubeltag für Dich wäre. Wir leben, vor allem kulturell, in einer ziemlich düsteren Zeit. Erstens würdest Du Dich wundern, weshalb alle mit Masken durch die Gegend irren, obwohl der Fasching noch auf sich warten lässt. Zweitens, so vermute ich, wärst Du von den Technologien, die wir heute nutzen, vollkommen überfordert. Und drittens, wärst Du vielleicht verblüfft, warum die Menschen Deine Musik nicht mehr kennen würden. Viele zumindest. weiterlesen

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Gedanken zum Tag: Solidarität fordert Andreas Schager

Foto: Heldentenor Andreas Schager mit seiner Frau Lidia Baich © Lidia Baich /Privat

Wo er recht hat, hat er recht! Andreas Schager, neben Günther Groissböck Österreichs Sängerexport Nr. 1, bringt es auf den Punkt: Solidarität ist gefragt. Jetzt noch mehr als je zuvor. Gerade in Österreich.

Österreich lebt vom Tourismus. Um den wieder in Schwung zu bringen, dürfe das Land nicht zu chauvinistisch denken. Das hilft keinem. Zumindest nicht wirtschaftlich. “Was nutzt es, wenn 8 Millionen Österreicher gegen Corona geimpft werden”, so Schager, wenn der Rest der Welt vielleicht durch die Finger schaut. weiterlesen